Funktion von Entnahmestellen im Leitungsnetz
Entnahmestellen ermöglichen die kontrollierte Entnahme eines definierten Mediums aus einer gebäudetechnischen Anlage. Sie sind so ausgeführt, dass nur passende Anschlüsse oder Kupplungen verwendet werden können und das jeweilige Medium am Verbrauchsort eindeutig zugeordnet bleibt. Je nach System dienen sie dem Anschluss von medizinischen Geräten, Werkzeugen, Laborgeräten oder anderen Verbrauchern, die mit Druckluft, Gas oder Vakuum betrieben werden.
Typische Einbauorte in Gesundheits-, Labor- und Betriebsbereichen
Entnahmestellen werden dort vorgesehen, wo Medien dezentral und direkt im Raum verfügbar sein müssen. Typische Einbauorte sind Patientenzimmer, Behandlungsräume, Operationsbereiche, Laborarbeitsplätze, Werkstätten oder technische Funktionsräume. Die Platzierung richtet sich nach den Arbeitsabläufen, der Erreichbarkeit, der Leitungsführung und der vorgesehenen Nutzung durch Personal oder angeschlossene Geräte.
Ausfuehrungen nach Medium, Montageart und Nutzung
Entnahmestellen unterscheiden sich vor allem nach dem gefuehrten Medium und der baulichen Einbindung. Ueblich sind loesungen fuer Druckluft, verschiedene Medizinalgase sowie Vakuum, jeweils mit medienspezifischen Anschluessen und Kennzeichnungen. Je nach Raumkonzept werden sie in Wande, Versorgungseinheiten, Installationskanaele oder andere Versorgungssysteme integriert. Auch Anzahl, Anordnung und Anschlussart richten sich nach der vorgesehenen Nutzung am jeweiligen Platz.
Abgrenzung zu Armaturen und Zentralen
Innerhalb der Hierarchie gehoeren Entnahmestellen zur dezentralen Medienabgabe am Endpunkt der Installation. Sie unterscheiden sich damit von Armaturen, die vor allem dem Regeln, Absperren oder Ueberwachen von Leitungsabschnitten dienen koennen. Von Zentralen grenzen sie sich noch deutlicher ab: Zentrale Anlagen erzeugen, sammeln oder verteilen das Medium, waehrend Entnahmestellen dieses am konkreten Nutzungsort bereitstellen.