Kunststoffrohre in Kaltwasserleitungen
Unter dieser Leistung fallen Rohre und Röhren aus Kunststoff, die für Kaltwasserleitungen in Gebäuden verwendet werden. Sie sind Teil des Leitungsnetzes innerhalb von Sanitäranlagen und werden in abgestimmten Rohrsystemen mit passenden Verbindungs- und Formteilen verarbeitet. Je nach Werkstoff und System sind Eigenschaften wie Biegsamkeit, Oberflächenbeschaffenheit, chemische Beständigkeit oder Verarbeitungsart unterschiedlich ausgeprägt.
Typische Anwendungen in Sanitäranlagen
Kunststoffrohre kommen bei Kaltwasserinstallationen in Wohn-, Gewerbe- und Zweckbauten zum Einsatz. Typische Anwendungen sind Zuleitungen innerhalb von Geschossen, Anschlüsse zu Entnahmestellen, Verteilungen in Schächten oder Leitungsführungen in Vorwand- und Installationsbereichen. Ob ein System für sichtbare, verdeckte oder eingelegte Verlegung vorgesehen ist, hängt vom jeweiligen Rohrtyp und den zugehörigen Systemkomponenten ab.
Unterschiede zwischen Werkstoffen und Systemaufbau
Kunststoffrohre sind keine einheitliche Materialgruppe. Je nach Kunststoff und Herstellungsart unterscheiden sich die Rohre in Steifigkeit, Biegeradius, Verbindungstechnik und Einsatzgrenzen. Für die Planung und Ausführung relevant sind unter anderem Rohrabmessungen, Druckstufen, zulässige Medien, Temperaturbereiche sowie die Kompatibilität mit Fittings, Dichtungen und Befestigungselementen. Deshalb wird in der Praxis nicht nur das Rohr, sondern immer das gesamte Rohrsystem betrachtet.
Abgrenzung zu Alu-Kunststoffrohren, Metallrohren und Zubehör
Diese Leistung bezieht sich auf reine Kunststoffrohre und Kunststoffröhren. Alu-Kunststoffrohre unterscheiden sich davon durch einen mehrschichtigen Aufbau mit metallischer Lage. Edelstahl-, Kupfer-, Stahl-, Guss- oder Faserzementrohre gehören zu anderen Werkstoffgruppen und werden je nach Anforderung separat beurteilt. Rohrkupplungen und Rohrschellen sind keine Rohrarten, sondern Zubehör- beziehungsweise Verbindungskomponenten innerhalb des Leitungssystems.