Wie Wärmeaustauscher Wärme übertragen
Ein Wärmeaustauscher führt zwei Medien an wärmeleitenden Flächen vorbei, sodass Wärme vom wärmeren auf das kältere Medium übergeht. Je nach Aufbau geschieht dies im Gegenstrom, Gleichstrom oder Kreuzstrom. In technischen Anlagen dient das Bauteil dazu, Temperaturen zu übertragen, Kreisläufe voneinander zu entkoppeln oder unterschiedliche Medien sicher zu trennen.
Einsatzbereiche in Gebäude- und Schwimmbadtechnik
Wärmeaustauscher kommen in Heizungsanlagen, bei der Trinkwarmwasserbereitung, in Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sowie in Schwimmbadeinrichtungen vor. In Schwimmbadanlagen können sie etwa Heizkreise von Beckenwasser trennen. In komplexeren Installationen werden sie auch eingesetzt, wenn unterschiedliche Druckniveaus, Wasserqualitäten oder Betriebsbedingungen in einer Anlage zusammengeführt werden müssen.
Bauformen und Auswahlkriterien
Häufige Bauformen sind Plattenwärmeaustauscher und Rohrbündelwärmeaustauscher. Welche Ausführung geeignet ist, hängt unter anderem von Medium, Verschmutzungsneigung, Temperaturbereich, Druckverhältnissen und Wartungszugang ab. In der Praxis wird auch unterschieden, ob kompakte Bauweise, gute Reinigbarkeit oder eine robuste Ausführung für anspruchsvollere Medien im Vordergrund steht.
Abgrenzung zu Wärmepumpen, Wärmespeichern und Wärmeschränken
Ein Wärmeaustauscher überträgt vorhandene Wärme zwischen zwei Medien, erzeugt aber keine zusätzliche Nutzwärme aus Umweltenergie. Damit unterscheidet er sich von der Wärmepumpe, die mit Antriebsenergie ein Temperaturniveau anhebt. Gegenüber einem Wärmespeicher dient er nicht der zeitlichen Speicherung von Wärme, sondern der direkten Übertragung. Ein Wärmeschrank ist dagegen kein Systembauteil zur Wärmeübertragung im Rohr- oder Anlagenkreislauf, sondern eine Einrichtung zur temperierten Aufbewahrung oder Erwärmung von Inhalten.