Arbeitsprinzip beim Stopfen von Gleisen
Beim Stopfvorgang wird der Schotter im Schwellenbereich gezielt unter die Schwellen eingebracht und verdichtet. Dadurch verbessert sich die Auflage, und die vorgegebene Höhen- und Seitenlage des Gleises kann gehalten werden. In der Praxis arbeiten Gleisstopfmaschinen häufig mit Mess-, Hebe- und Richtfunktionen zusammen, damit die Korrektur der Gleisgeometrie und die Verdichtung des Schotters aufeinander abgestimmt sind.
Einsatzbereiche im Neu-, Um- und Unterhaltbau
Typische Einsätze ergeben sich nach dem Einbau neuer Gleise, nach Schotterarbeiten, nach Gleisumbauten sowie im laufenden Unterhalt bestehender Strecken. Auch nach Setzungen, Lagefehlern oder Arbeiten am Oberbau ist ein Stopfgang üblich, um die Sollgeometrie wiederherzustellen. Verwendet werden Gleisstopfmaschinen auf Streckengleisen im Personen- und Güterverkehr sowie auf Anschluss- und Werksgleisen.
Maschinentypen und betriebliche Ausprägungen
Im Einsatz sind unterschiedliche Maschinenkonzepte für verschiedene Baustellenlängen, Gleiszustände und Sperrpausen. Dazu gehören Maschinen für regelmässige Unterhaltsarbeiten auf längeren Strecken ebenso wie Ausführungen für abschnittsweise Korrekturen oder für kombinierte Arbeitsgänge. Je nach Maschine stehen der reine Stopfvorgang oder die Kombination mit Heben, Richten und messtechnischer Erfassung im Vordergrund.
Abgrenzung zu Weichenstopfmaschinen und anderen Gleisbaumaschinen
Gleisstopfmaschinen sind in erster Linie für normale Streckengleise ausgelegt. Weichenstopfmaschinen sind darauf spezialisiert, die komplexe Geometrie von Weichen mit Zungen, Herzstücken und engeren Einbausituationen zu bearbeiten. Von Bettungsreinigungsmaschinen unterscheiden sich Gleisstopfmaschinen dadurch, dass sie den vorhandenen Schotter verdichten statt zu reinigen oder auszutauschen. Gegenüber Gleismesswagen liegt der Schwerpunkt nicht auf der Prüfung, sondern auf der mechanischen Korrektur des Oberbaus.