Funktion von Gleisbauschienenkranen im Bahnbau
Diese Maschinen sind für das kontrollierte Heben, Drehen, Verfahren und Absetzen von schweren Gleisbauteilen ausgelegt. Sie fahren auf dem Schienennetz oder innerhalb gesperrter Bauabschnitte und ermöglichen Montagearbeiten dort, wo herkoemmliche Hebetechnik nur eingeschraenkt einsetzbar ist. Je nach Bauaufgabe werden einzelne Elemente umgesetzt oder vormontierte Baugruppen in ihre Einbaulage gebracht.
Typische Einsatzfelder bei Gleis- und Weichenarbeiten
Gleisbauschienenkrane kommen bei Gleiserneuerungen, beim Einbau von Weichen, bei Auswechslungen einzelner Oberbaukomponenten sowie bei Montage- und Demontagearbeiten entlang der Strecke zum Einsatz. Sie werden auch dort verwendet, wo Bauteile ueber laengere Abschnitte entlang des Gleises aufgenommen und exakt positioniert werden muessen. Der Einsatz ist eng mit Bauablauf, Sperrpausen, Logistik und den verfuegbaren Zufahrtsmoeglichkeiten abgestimmt.
Ausfuehrungen und technische Auspraegungen
Je nach Projekt werden Gleisbauschienenkrane als eigenstaendige Maschinen oder als Teil groesserer Bauzuege eingesetzt. Unterschiede bestehen unter anderem bei Tragfaehigkeit, Ausladung, Arbeitsbereich, Fahrkonzept und der Art der Lastaufnahme. Verwendet werden je nach Aufgabe passende Hebemittel wie Traversen, Anschlagmittel oder spezielle Aufnahmen fuer Gleis- und Weichenbauteile.
Abgrenzung zu anderen Maschinen im Eisenbahnbau
Innerhalb der Kategorie Maschinen im Eisenbahnbau sind Gleisbauschienenkrane klar von bearbeitenden oder messenden Systemen zu unterscheiden. Gleisstopfmaschinen und Weichenstopfmaschinen verdichten den Schotter und korrigieren die Gleislage, Gleismesswagen erfassen den Zustand des Gleises, und Schienenfraes-, Hobel- oder Schleifmaschinen bearbeiten die Schienenoberflaeche. Gegenueber Gleisumbauzuegen uebernehmen Gleisbauschienenkrane keine durchgaengige Erneuerungskette, sondern gezielt Hebe-, Montage- und Verlegearbeiten. Auch von Transportwagen oder Materialfoerdereinheiten unterscheiden sie sich, weil ihr Schwerpunkt auf dem Heben und Positionieren statt auf dem reinen Transport oder Materialfluss liegt.