Was Kabelverlegemaschinen im Bauablauf leisten
Kabelverlegemaschinen übernehmen die maschinelle Bewegung des Kabels vom Vorrat bis in die vorgesehene Lage. Je nach System wird das Kabel von einer Trommel abgewickelt, über Führungen geleitet, mit definierter Zug- oder Vorschubkraft bewegt und in einen Graben, ein Leerrohr oder einen Kabelkanal eingebracht. Entscheidend ist dabei die kontrollierte Handhabung des Kabels, damit Zugbelastung, Biegeradien und Oberflächenbeanspruchung im zulässigen Rahmen bleiben.
Typische Einsatzsituationen im Tief- und Kanalbau
Zum Einsatz kommen Kabelverlegemaschinen bei Neuerschliessungen, Werkleitungsbau, Sanierungen von Infrastrukturtrassen und beim Einzug von Kabeln in bestehende Schutzrohrsysteme. Sie werden dort genutzt, wo Kabel über längere Distanzen verlegt, schwere Kabeltrommeln bewegt oder mehrere Leitungsabschnitte in kurzer Folge ausgeführt werden müssen. Auch bei Baustellen mit begrenztem Arbeitsraum oder mit vorgegebenen Trassenführungen kann die maschinelle Verlegung sinnvoll sein.
Systeme für Ziehen, Vorschieben und Einblasen
Unter dem Begriff Kabelverlegemaschinen fallen unterschiedliche Maschinentypen. Dazu gehören Anlagen zum kontrollierten Kabeleinzug, Systeme zum Vorschub in vorbereiteten Leitungswegen sowie Maschinen für das Einblasen von Kabeln in geeignete Rohrsysteme. Welche Ausführung passt, hängt unter anderem von Kabeldurchmesser, Kabellänge, Trommelgewicht, Trassenverlauf und dem vorhandenen Schutzrohr- oder Kanalaufbau ab.
Abgrenzung zu Baggern, Grabenfräsen und Horizontalbohrmaschinen
Kabelverlegemaschinen bearbeiten in erster Linie das Kabel selbst und nicht den Baugrund. Bagger und Grabenfräsen erstellen oder öffnen die Trasse, Horizontalbohrmaschinen schaffen unterirdische Querungen und Rohrleitungsmaschinen sind auf Rohre statt auf Kabel ausgelegt. Im Unterschied zur Zuträger- oder Erdbautechnik liegt der Schwerpunkt hier auf der materialgerechten Verlegung des Leitungsträgers innerhalb einer bereits geplanten oder hergestellten Infrastruktur.