Was mit Ton als Kanalbaumaterial gemeint ist
Ton steht in diesem Zusammenhang nicht fuer unverarbeiteten Baugrund oder Dichtlehm, sondern fuer keramische Produkte aus tonhaltigen Rohstoffen. Im Kanalbau sind damit vor allem Rohre und passende Formteile fuer Abwasserleitungen gemeint. Durch die Aufbereitung und das Brennen entsteht ein mineralischer Werkstoff, der als Bestandteil von Leitungssystemen verwendet wird.
Typische Anwendungen von Tonrohren im Kanalbau
Tonrohre kommen in erdverlegten Entwaesserungsnetzen zum Einsatz, etwa in kommunalen Leitungen, Anschlussleitungen und weiteren Abwasseranlagen. Je nach Projekt werden sie fuer Schmutzwasser, Regenwasser oder Mischsysteme eingeordnet. Relevant ist das Material dort, wo die Auswahl des Rohrwerkstoffs als eigener Planungspunkt betrachtet wird.
Bauteile und Systembestandteile aus Ton
Zur Materialgruppe gehoeren nicht nur gerade Rohrlaengen, sondern auch systembezogene Formstuecke. Dazu zaehlen je nach Ausfuehrung etwa Boegen, Abzweige, Uebergaenge und Anschlussbauteile. Welche Elemente eingesetzt werden, richtet sich nach Leitungsfuehrung, Nennweiten, Einbindung in bestehende Netze und den Anforderungen des jeweiligen Rohrsystems.
Abgrenzung zu Beton, PVC, Stahl und anderen Rohrwerkstoffen
Ton ist im Kanalbau als keramischer Werkstoff einzuordnen. Damit unterscheidet er sich grundsaetzlich von Kunststoffmaterialien wie PVC oder Faserverbundkunststoffen sowie von metallischen Werkstoffen wie Guss und Stahl oder zementgebundenen Materialien wie Beton und Faserzement. Diese Seite behandelt also die Werkstoffgruppe Ton innerhalb der Materialien fuer den Kanalbau, nicht andere Systeme oder die Ausfuehrung der Leitungsverlegung.