Welche Markierungen unter Fahrbahnmarkierung fallen
Zur Fahrbahnmarkierung gehören Längsmarkierungen wie Mittel- und Randlinien, Quermarkierungen wie Halt- oder Wartelinien sowie Richtungspfeile, Symbole und flächige Kennzeichnungen. Auch Markierungen für Fussgängerbereiche, Radverkehr, Busspuren, Sperrflächen oder Parkierungsordnungen fallen in diesen Leistungsbereich, sofern sie direkt auf die Verkehrsfläche aufgebracht werden. Die Ausführung dient nicht der baulichen Trennung, sondern der optischen Führung und verkehrsrechtlichen Kennzeichnung.
Typische Einsatzorte und Aufgaben im Strassen- und Wegebau
Fahrbahnmarkierungen werden auf Gemeindestrassen, Kantonsstrassen, Erschliessungsstrassen, Parkierungsanlagen, Werkarealen und Verkehrsflächen mit Mischverkehr eingesetzt. An Knoten, Kreiseln, Einmündungen und Fussgängerquerungen ordnen sie Verkehrsabläufe und machen Nutzungszonen eindeutig erkennbar. Auf Rad- und Gehwegverbindungen dienen sie der Trennung oder Führung verschiedener Verkehrsarten. Bei Umgestaltungen oder geänderten Verkehrsführungen werden bestehende Markierungen ergänzt, versetzt oder entfernt.
Markierungsarten nach Geometrie, Dauer und Untergrund
Fachlich lässt sich die Leistung nach Form und Funktion in Linien-, Symbol- und Flächenmarkierungen gliedern. Daneben wird zwischen dauerhaften und provisorischen Markierungen unterschieden, etwa bei Baustellen oder temporären Verkehrsführungen. Die konkrete Ausführung richtet sich nach Untergrund, Beanspruchung, Sichtbarkeit und den Vorgaben des jeweiligen Projekts. Auch die Vorbereitung der Fläche, das Überdecken oder Entfernen alter Markierungen und die Anpassung an bestehende Signalisation können Teil der Leistung sein.
Abgrenzung zu Verkehrszeichen, Wegweisung und baulichen Sicherungen
Fahrbahnmarkierung regelt und lenkt den Verkehr direkt auf der Fahrbahnoberfläche. Verkehrszeichen und Wegweisung vermitteln Informationen über Schilder oder Tafeln, Lichtzeichenanlagen steuern Verkehrsströme über Signale, und Fahrzeugrückhaltesysteme oder Leitplanken sichern seitliche Bereiche baulich. Innerhalb der hierarchischen Einordnung steht Fahrbahnmarkierung damit nahe bei der Signalisation, ist aber ein eigener Leistungsbereich mit anderer Ausführung und anderer Wirkung auf den Verkehrsraum.