Funktion und Aufbau von Stromschienensystemen
Ein Stromschienensystem besteht aus der Schiene selbst, der Einspeisung, Verbindern und passenden Adaptern für die Leuchten. Die elektrische Energie wird innerhalb der Schiene geführt, sodass Beleuchtungskörper an verschiedenen Punkten montiert werden können, ohne für jede Leuchte einen separaten Anschluss vorsehen zu müssen. Je nach System lassen sich einzelne Leuchten versetzen, ergänzen oder neu ausrichten, ohne die gesamte Installation neu aufzubauen.
Einsatzbereiche mit veränderbaren Lichtpunkten
Stromschienen werden dort verwendet, wo Beleuchtung regelmässig angepasst wird oder unterschiedliche Zonen beleuchtet werden sollen. Typische Umgebungen sind Verkaufsflächen, Ausstellungen, Showrooms, Bürobereiche, Empfangszonen oder gastronomische Räume. Auch bei Umnutzungen innerhalb derselben Fläche sind Schienenlösungen zweckmässig, weil Lichtpunkte nicht an einen festen Auslass gebunden bleiben.
Systemvarianten in Montage und Stromführung
Stromschienen für Beleuchtungskörper sind als Aufbau-, Pendel- oder Einbaulösungen ausführbar. Je nach Anforderung kommen Systeme mit unterschiedlichen Stromkreisen oder Schienengeometrien zum Einsatz, etwa geradlinige Verläufe, Eckverbindungen oder verzweigte Anordnungen. Für die Planung relevant sind unter anderem die Kompatibilität der Leuchtenadapter, die Position der Einspeisung, die Befestigung an Decke oder Tragstruktur sowie die spätere Erweiterbarkeit.
Abgrenzung zu Lichtsteuerung und anderen Installationen
Stromschienen verteilen Strom und schaffen eine flexible mechanische und elektrische Aufnahme für Leuchten. Sie sind damit von Beleuchtungssteuerungen, DALI Lichtsteuerungen, Lichtreglern oder Sensoren abzugrenzen, die das Schalten, Dimmen oder Automatisieren übernehmen. Auch gegenüber Leuchtdecken oder fest verdrahteten Einzelleuchten liegt der Unterschied in der verschiebbaren Positionierung der Beleuchtungskörper innerhalb eines zusammenhängenden Schienensystems.