Wie DALI in Lichtinstallationen funktioniert
DALI steht für eine adressierbare digitale Kommunikation zwischen Steuergeräten, Bedienstellen, Sensoren und DALI-fähigen Leuchten oder Betriebsgeräten. Jede Leuchte kann einzeln adressiert oder einer Gruppe zugeordnet werden. Dadurch lassen sich Helligkeiten, Lichtszenen und definierte Schaltzustände differenziert steuern. Die Steuerlogik ist damit nicht allein an feste Stromkreise gebunden.
Typische Einsatzbereiche für DALI Lichsteuerungen
DALI wird vor allem dort eingesetzt, wo Beleuchtung flexibel auf Nutzung, Tageslicht oder Raumaufteilung reagieren soll. Typische Umgebungen sind Büros, Schul- und Verwaltungsbauten, Verkaufsflächen, Sitzungszimmer, Empfangsbereiche oder Zonen mit wechselnder Belegung. Auch bei Umbauten ist DALI relevant, wenn Beleuchtungsgruppen später angepasst werden sollen, ohne die gesamte Schaltlogik neu zu strukturieren.
Steuerungsarten innerhalb von DALI-Systemen
Innerhalb einer DALI-Lösung sind verschiedene Ausprägungen möglich: Einzeladressierung, Gruppensteuerung, Szenensteuerung sowie die Einbindung von Tastern, Präsenzmeldern oder Lichtsensoren. Je nach Aufbau erfolgt die Bedienung lokal im Raum oder über eine übergeordnete Steuerung. Ebenso sind einfache Einzelraumlösungen wie auch strukturierte Anlagen mit mehreren Zonen möglich. Voraussetzung ist, dass die eingesetzten Leuchten und Komponenten DALI-fähig ausgeführt sind.
Abgrenzung zu Beleuchtungssteuerungen und Sensorik
DALI Lichsteuerungen sind eine konkrete technische Ausprägung innerhalb der Lichtinstallationen und damit enger gefasst als allgemeine Beleuchtungssteuerungen. Ein Präsenzmelder oder Bewegungsmelder liefert in diesem Zusammenhang nur ein Signal; die eigentliche Adressierung und Szenenlogik erfolgt über das DALI-System. Gegenüber Lichtmanagement-Systemen liegt DALI typischerweise auf der Ebene der lokalen Beleuchtungssteuerung, während übergeordnete Systeme mehrere Anlagen oder Bereiche zusammenführen können. Von Schaltern unterscheidet sich DALI durch die digitale, adressierbare Steuerung statt einer rein direkten Schaltfunktion.