Was unter Drähten und Kabeln in Schwachstromanlagen fällt
Im Bereich der Schwachstromanlagen bezeichnet die Leistung Leitungen für Kommunikations-, Melde-, Steuer- und Signalanwendungen. Dazu gehören einzelne Drähte, mehradrige Leitungen und Kabel mit definiertem mechanischem und elektrischem Aufbau. Je nach System werden Leitungen fest verlegt, in Verteilern angeschlossen oder innerhalb technischer Einrichtungen weitergeführt. Die Anforderungen unterscheiden sich nach Einsatzort, Störumgebung und Art der übertragenen Signale.
Typische Anwendungen in Gebäuden und technischen Anlagen
Drähte und Kabel werden unter anderem für Türkommunikation, Brandmelde- und Alarmtechnik, Netzwerkanbindungen, Steuerleitungen sowie interne Verbindungen in schwachstrombasierten Installationen eingesetzt. Auch in Anlagen mit Sensorik, Meldetechnik oder Gebäudeautomation kommen unterschiedliche Leitungstypen zum Einsatz. In Bestandsbauten stehen oft Nachrüstbarkeit und vorhandene Leitungswege im Vordergrund, während im Neubau die Trassenführung und die Trennung von anderen Installationen früh mitgeplant werden.
Leitungstypen, Aufbau und Auswahlkriterien
Unterschieden wird unter anderem nach eindrähtigem oder mehrdrähtigem Leiteraufbau, Anzahl der Adern, Verseilung, Schirmung und Mantelausführung. Für bestimmte Umgebungen sind geschirmte Kabel sinnvoll, um Störeinflüsse zu reduzieren. In anderen Fällen stehen Biegeradius, Platzbedarf oder die Eignung für feste beziehungsweise flexible Verlegung im Vordergrund. Bei der Auswahl werden zudem Faktoren wie Innen- oder Aussenbereich, mechanische Beanspruchung und die Kompatibilität mit den angeschlossenen Komponenten berücksichtigt.
Abgrenzung zu BUS, Glasfaser und Kabelmesstechnik
Die Leistung Drähte und Kabel bezieht sich auf die physischen Leitungen und deren Einsatz in Schwachstromanlagen. BUS-Installationen bauen darauf auf, betreffen aber zusätzlich die strukturierte Kommunikation zwischen Geräten innerhalb eines Systems. Glasfasertechniken unterscheiden sich durch das optische Übertragungsmedium und andere Anschluss- und Verarbeitungsverfahren. Kabelmesstechniken sind keine Leitungsart, sondern betreffen die Prüfung, Ortung oder Beurteilung vorhandener Kabelverbindungen.