Was unter Datenvermittlungssystemen verstanden wird
Datenvermittlungssysteme übernehmen die technische Vermittlung zwischen mehreren Datenquellen und Datenzielen. Sie können Daten weiterleiten, auf verschiedene Verbindungen verteilen oder zwischen unterschiedlichen Kommunikationsumgebungen koppeln. Je nach Aufbau arbeiten sie als eigenständige Geräte, als Bestandteil einer Telefonie- oder Telematiklösung oder als Bindeglied zwischen Endgeräten und übergeordneten Systemen.
Typische Einsatzfelder in Telekommunikationsumgebungen
Solche Systeme werden dort eingesetzt, wo Daten nicht nur an einem einzelnen Anschluss anfallen, sondern zwischen mehreren Geräten oder Stellen ausgetauscht werden müssen. Das betrifft etwa Bürokommunikation, technische Betriebsdaten, interne Übertragungsstrecken oder die Anbindung spezialisierter Endgeräte an vorhandene Telekommunikationsstrukturen. Relevant sind sie besonders in Umgebungen mit gemischten Alt- und Neusystemen oder mit unterschiedlichen Schnittstellen.
Ausführungen nach Anschlussart, Übertragungsweg und Systemlogik
Die konkrete Ausprägung hängt davon ab, welche Datenquellen angebunden werden und wie die Vermittlung erfolgen soll. Unterschieden wird unter anderem nach kabelgebundener oder funkgestützter Übertragung, nach lokalen oder standortübergreifenden Verbindungen sowie nach der Art der Schnittstellen. In der Praxis reicht das von einfachen Kopplungslösungen bis zu Systemen, die mehrere Endgeräte, Leitungen oder Übertragungswege in einer logischen Struktur zusammenführen.
Abgrenzung zu Modem, Telefonzentrale und Datenerfassung
Im Unterschied zu einem Modem beschränkt sich ein Datenvermittlungssystem nicht auf die Anpassung eines einzelnen Anschlusses oder Übertragungswegs, sondern organisiert die Weitergabe zwischen mehreren Punkten. Gegenüber Telefonzentralen liegt der Schwerpunkt nicht auf der Sprachvermittlung, sondern auf Datenverbindungen. Von Datenerfassungsgeräten unterscheidet sich die Leistung dadurch, dass vorhandene Daten transportiert und verteilt werden, statt sie zunächst zu erfassen oder zu registrieren.