Funktelefone als drahtlose Endgeräte in Telefonanlagen
Ein Funktelefon besteht typischerweise aus einem Mobilteil und einer Funkanbindung zur Basisstation oder zu einem passenden System innerhalb der Telefonanlage. Die Sprachübertragung erfolgt nicht über ein fest angeschlossenes Tischgerät, sondern über eine lokale Funkverbindung. Dadurch bleibt die Rufnummernführung der Anlage nutzbar, während sich die Person innerhalb des versorgten Bereichs frei bewegen kann. Je nach System können interne Gespräche, externe Gespräche und weitere Telefoniefunktionen eingebunden werden.
Typische Einsatzorte innerhalb von Gebäuden und Arealen
Funktelefone werden dort eingesetzt, wo Erreichbarkeit und Bewegungsfreiheit gleichzeitig nötig sind. Das betrifft etwa Büroflächen mit wechselnden Arbeitsplätzen, Empfangs- und Servicedienste, Lagerbereiche, Werkstätten oder grössere Liegenschaften mit mehreren Räumen. Auch in Umgebungen, in denen fest installierte Telefonapparate unpraktisch sind, kann ein drahtloses Endgerät sinnvoll sein. Voraussetzung ist eine ausreichende Funkabdeckung im vorgesehenen Nutzungsbereich.
Systemformen und technische Ausprägungen
Funktelefone unterscheiden sich unter anderem nach Reichweitenkonzept, Anzahl unterstützter Mobilteile und Einbindung in die bestehende Telefonieumgebung. Verbreitet sind Systeme mit eigener Basis für einzelne Arbeitsplätze sowie Lösungen mit mehreren Funkzellen für grössere Objekte. Je nach Ausführung stehen einfache Sprachfunktionen oder erweiterte Leistungsmerkmale der Telefonanlage zur Verfügung. Bei der Planung sind Faktoren wie Gebäudegeometrie, Funkabschattung, Ladeinfrastruktur und die Verwaltung der Mobilteile zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu Telefonapparaten, Telepagern und Telefonzentralen
Innerhalb der Endgeräte gehören Funktelefone zur Gruppe der sprachgebundenen Teilnehmergeräte, unterscheiden sich aber klar von fest installierten Telefonapparaten. Ein Telefonapparat ist in der Regel an einen festen Standort gebunden, während das Funktelefon für die Nutzung innerhalb eines versorgten Bereichs ausgelegt ist. Von Telepagern grenzt es sich durch die bidirektionale Sprachkommunikation ab, von Telefonbeantwortern durch die aktive Gesprächsführung statt Nachrichtenaufzeichnung. Telefonzentralen und Datenvermittlungssysteme sind keine Endgeräte, sondern technische Systeme zur Steuerung und Verteilung von Verbindungen.