Was unter Strombändern verstanden wird
Als Strombänder werden flexible Leiterverbindungen bezeichnet, die elektrische Energie zwischen zwei Anschlusspunkten übertragen. Im Unterschied zu starren Verbindern können sie Montageungenauigkeiten ausgleichen und mechanische Spannungen reduzieren. Je nach Ausführung bestehen sie aus lamellierten oder geflochtenen leitfähigen Elementen mit Anschlussenden für Schraub- oder Klemmverbindungen. Im Umfeld von Verteilnetzen kommen sie vor allem dort zum Einsatz, wo kompakte Bauformen, Beweglichkeit oder ein definierter Biegeradius verlangt sind.
Typische Einsatzorte in Verteilnetzen
Strombänder finden sich in Niederspannungsverteilungen, Schaltanlagen, Energieverteilungen in Maschinen sowie bei Übergängen zwischen festen Komponenten. Sie verbinden beispielsweise Sammelschienen mit Schaltgeräten, Leistungsschaltern oder Transformatoranschlüssen. Auch bei schwingungsbelasteten Einbausituationen oder bei temperaturbedingter Ausdehnung werden flexible Verbindungen eingesetzt. In engen Schrankaufbauten erleichtern Strombänder zudem die Montage, wenn starre Kupferschienen konstruktiv aufwendig wären.
Ausführungen nach Aufbau und Anschluss
Strombänder unterscheiden sich unter anderem nach Material, Querschnitt, Flexibilität und Art der Anschlussflächen. Verbreitet sind Ausführungen mit geflochtenem oder laminiertem Aufbau sowie Varianten mit blanken oder behandelten Kontaktflächen. Die Anschlussenden können je nach System gelocht, gepresst oder als definierte Anschlusslaschen ausgeführt sein. Für die Auswahl relevant sind Stromtragfähigkeit, Einbaulage, Erwärmung, Kurzschlussbeanspruchung, mechanische Beweglichkeit und die konkrete Anschlusssituation.
Abgrenzung zu Stromschienenverteilern und anderen Leistungen
Strombänder sind keine Stromschienenverteiler. Ein Stromschienenverteiler bildet ein festes Verteilungssystem mit Schienen und Abgriffen, während Strombänder einzelne flexible Verbindungen zwischen Komponenten herstellen. Gegenüber Stromverteilern oder Verteilerkästen beschreiben sie also kein komplettes Verteilprodukt, sondern ein Verbindungselement innerhalb einer Anlage. Von Installationskanälen unterscheiden sie sich ebenfalls klar: Kanäle führen und schützen Leitungen, Strombänder übernehmen die eigentliche Stromübertragung.