Was bei einer Armaturenrevision instand gesetzt wird
Bei einer Armaturenrevision wird der Zustand der vorhandenen Armatur geprüft und der erforderliche Eingriff festgelegt. Typische Arbeiten sind das Reinigen, das Lösen festsitzender Teile, das Ersetzen von Dicht- und Verschleissteilen sowie die Kontrolle von Gehäuse, Sitzflächen, Spindel und Betätigungselementen. Je nach Bauart kann die Armatur vor Ort bearbeitet oder ausgebaut und in einer Werkstatt revidiert werden.
Einsatzorte in Wasser-, Abwasser- und Leitungsanlagen
Revidiert werden Armaturen in Versorgungsleitungen, Entsorgungsleitungen, Schächten, Pumpwerken, Beckenbauwerken und technischen Anlagen. Anlass sind oft Undichtigkeiten, unvollständiges Schliessen, festgehende Betätigungen oder Auffälligkeiten im Betrieb. Auch bei geplanten Netzunterbrüchen, Umbauten oder wiederkehrenden Kontrollen kann eine Revision angezeigt sein.
Revisionsumfang je nach Bauart und Schadenbild
Der Umfang reicht von kleineren Instandsetzungen bis zur umfassenden Überarbeitung einzelner Armaturen. Entscheidend sind Medium, Einbaulage, Zugänglichkeit, Materialzustand und die Verfügbarkeit passender Ersatzteile. Bei älteren Armaturen ist vorab zu prüfen, ob eine Revision fachlich sinnvoll ist oder ob der Zustand einen vollständigen Ersatz näherlegt.
Abgrenzung zu Erneuern, Sanieren und Hydrantenrevisionen
Innerhalb von Leitungssanierungen und Kanalsanierungen beziehen sich Armaturenrevisionen auf die Instandsetzung von Armaturen und nicht auf die Sanierung der Leitung selbst. Gegenüber dem Erneuern bleibt die bestehende Armatur erhalten, statt vollständig ersetzt zu werden. Hydrantenrevisionen betreffen speziell Hydranten, während Armaturenrevisionen breiter auf Absperr-, Regel- oder sonstige Armaturen ausgerichtet sind. Kanalfernsehen dient der Zustandsaufnahme, Leckortung der Schadenssuche und Korrosionsschutz dem Materialschutz; diese Leistungen ersetzen keine Revision einer defekten Armatur.