Was bei der Leckortung an Gas- und Wasserleitungen untersucht wird
Untersucht werden Leitungsabschnitte, Verbindungen, Armaturenbereiche und Übergänge, an denen ein Austritt von Gas oder Wasser vermutet wird. Ziel ist nicht nur der Nachweis einer Undichtigkeit, sondern deren räumliche Eingrenzung. Dafür werden je nach Situation akustische, messbasierte, visuelle oder druckbezogene Verfahren eingesetzt und mit vorhandenen Leitungsdaten abgeglichen.
Typische Anlässe für die Ortung von Undichtigkeiten
Leckortung wird eingesetzt bei ungeklärten Druckverlusten, auffälligem Wasserverbrauch, Durchfeuchtungen, Setzungen, Verdacht auf Gasgeruch oder Hinweisen aus dem Netzbetrieb. Häufig betrifft dies unterirdische Leitungen im öffentlichen Raum, Hausanschlüsse, Gebäudeeinführungen oder Werkleitungen auf Industrie- und Infrastrukturanlagen. Auch vor geplanten Aufgrabungen dient die Ortung dazu, den betroffenen Bereich einzugrenzen.
Unterschiede zwischen Gasleckortung und Wasserleckortung
Bei Wasserleitungen stehen Wasserverluste, Feuchtigkeit und Druckverhältnisse im Vordergrund. Bei Gasleitungen geht es um den sicheren Nachweis und die Lokalisierung austretenden Gases unter Berücksichtigung des Umgebungsrisikos. Das Vorgehen unterscheidet sich deshalb nach Medium, Leitungswerkstoff, Einbautiefe, Bodenverhältnissen und Störeinflüssen, auch wenn sich einzelne Ortungsmethoden überschneiden können.
Abgrenzung zu Kanalfernsehen, Sanierung und Revisionen
Leckortung ist eine Diagnoseleistung innerhalb von Leitungssanierungen und Kanalsanierungen, aber noch keine Instandsetzung. Im Unterschied zu Sanieren oder Erneuern wird die Schadstelle lokalisiert, nicht behoben. Gegenüber Kanalfernsehen liegt der Fokus nicht auf der optischen Inspektion von Abwasserkanälen, sondern auf dem Auffinden von Undichtigkeiten in Gas- und Wasserleitungen. Armaturenrevisionen und Hydrantenrevisionen betreffen dagegen die Überprüfung und Instandhaltung einzelner Betriebselemente.