Bestandteile und Planung von LED-Lichtsystemen
Ein LED-Lichtsystem umfasst die Lichtquelle selbst, die Leuchte, die elektrische Ansteuerung und die auf den Raum oder die Fläche abgestimmte Lichtverteilung. Anders als bei einem reinen Lampenwechsel wird das Zusammenspiel von Lichtstärke, Abstrahlcharakteristik, Farbtemperatur, Blendung, Schaltverhalten und Betriebsdauer als System betrachtet. Für die Planung sind Nutzung, Montagehöhe, Umgebungseinflüsse und die vorhandene elektrische Infrastruktur relevant.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden und Anlagen
LED-Lichtsysteme werden in Büros, Verkaufsflächen, Produktionsbereichen, Lagerhallen, Treppenhäusern, Parkierungsanlagen und Aussenbereichen eingesetzt. Im Bestand geht es oft um die Ablösung älterer Beleuchtungstechnik bei laufendem Betrieb. In Neubauten oder bei Gesamtsanierungen wird die Beleuchtung von Anfang an auf Nutzungsprofil, Tageslichtanteil und technische Anforderungen abgestimmt.
Ausführungen von der Retrofit-Lösung bis zur Systemleuchte
Je nach Ausgangslage reicht die Bandbreite von LED-Retrofit-Lampen für bestehende Fassungen bis zu vollständig neu geplanten LED-Leuchten. Häufige Ausführungen sind lineare Lichtbänder, Panels, Hallenleuchten, Feuchtraumleuchten, Strahler sowie Lösungen für Wege, Plätze und Fassaden. Ergänzend können Präsenzmelder, Tageslichtsensoren oder Dimmfunktionen eingebunden werden, sofern die Beleuchtungsaufgabe dies sinnvoll macht.
Abgrenzung zu Steuerung, Gebäudehülle und anderen Energiemassnahmen
LED-Lichtsysteme gehören innerhalb der optimierten Energienutzung zur technischen Beleuchtung und nicht zu baulichen Massnahmen wie Wärmedämmung, Fensterbau oder hinterlüfteten Fassaden. Von Energiesteuerung, bedarfsabhängig, sowie von Kontrollsystemen und Steuersystemen unterscheiden sie sich dadurch, dass der Schwerpunkt auf der Beleuchtungstechnik selbst liegt. Steuerungen können LED-Anlagen ergänzen, ersetzen aber weder die geeignete Leuchtenwahl noch die lichttechnische Planung.