Kalibrierung von Druckmessmitteln in einer SCS-Kalibrierstelle
Eine SCS-Kalibrierstelle für Druck prüft, wie stark die Anzeige oder das Ausgangssignal eines Druckmessmittels von einem Referenzwert abweicht. Kalibriert werden Geräte für gasförmige oder flüssige Medien, je nach Auslegung der Stelle und des Messverfahrens. Das Ergebnis wird in einem Kalibrierzertifikat dokumentiert, typischerweise mit den verwendeten Messpunkten, den ermittelten Abweichungen und den Bedingungen der Kalibrierung.
Wo Druckkalibrierungen eingesetzt werden
Druckmessungen werden in Energieanlagen, Umweltmesstechnik, Prozesssystemen, Laboren und technischen Prüfständen verwendet. Kalibrierungen sind dort relevant, wo Messwerte dokumentiert, verglichen oder für Regel- und Überwachungsaufgaben genutzt werden. Das betrifft unter anderem Betriebsdrucke in Leitungen und Behältern, Referenzmessungen in Prüfaufbauten sowie die Überprüfung von Feldgeräten im Rahmen der Qualitätssicherung.
Überdruck, Absolutdruck und Differenzdruck
Im Bereich Druck werden unterschiedliche Messarten kalibriert. Überdruck bezieht sich auf den Druck relativ zum Umgebungsdruck, Absolutdruck auf den Druck relativ zum Vakuum und Differenzdruck auf den Unterschied zwischen zwei Druckniveaus. Welche Kalibrierung erforderlich ist, hängt vom eingesetzten Messprinzip, vom Messbereich und von der späteren Anwendung des Geräts ab.
Einordnung innerhalb der SCS-Kalibrierstellen
Die Leistung "für Druck" ist ein Teilbereich der SCS-Kalibrierstellen innerhalb der Datenerfassung sowie der Analysen, Messungen, Proben und Tests. Sie ist von Kalibrierstellen für Feuchte und Temperatur abzugrenzen, die thermische und hygrometrische Messgrössen behandeln. Ebenso unterscheidet sie sich von Kalibrierstellen für Luftströmung, bei denen Strömungsgeschwindigkeit oder Volumenstrom im Vordergrund stehen, nicht der statische oder prozessbezogene Druck.