Kalibrierung von Messmitteln für Luftströmung
Bei Kalibrierungen für Luftströmung wird geprüft, wie ein Messmittel auf definierte Luftbewegungen reagiert. Dabei werden die angezeigten oder ausgegebenen Werte mit einem referenzierten Kalibrieraufbau verglichen. Relevant sind je nach Gerät Luftgeschwindigkeit, Strömungsbereich, Ansprechverhalten und die Bedingungen während der Messung. Das Ergebnis wird in einem Kalibrierzertifikat mit Messwerten, Abweichungen und zugehörigen Messbedingungen festgehalten.
Typische Geräte und Einsatzfelder
Zur Leistung gehören Kalibrierungen von Messgeräten, die in Lüftung, Labortechnik, Reinraumumgebungen, Prozessüberwachung oder in der technischen Gebäudeausrüstung eingesetzt werden. Dazu zählen je nach Ausführung etwa Anemometer, Luftgeschwindigkeitssensoren oder Messmittel für strömungstechnische Prüfungen. Entscheidend ist nicht der Einsatzort des Geräts, sondern ob die Messgrösse Luftströmung innerhalb des Kalibrierumfangs liegt.
Messgrössen, Bereiche und Prüfbedingungen
Kalibrierungen für Luftströmung können sich auf unterschiedliche Ausprägungen derselben Messaufgabe beziehen, etwa auf die direkte Erfassung der Luftgeschwindigkeit oder auf daraus abgeleitete Kenngrössen. Massgeblich sind dabei der vorgesehene Messbereich, die Bauart des Sensors, die Einbausituation und die definierten Umgebungsbedingungen im Kalibrierprozess. Je nach Messmittel kann auch relevant sein, ob punktuell, kanalbezogen oder mit einer bestimmten Ausrichtung zur Strömung gemessen wird.
Abgrenzung zu Druck sowie Feuchte und Temperatur
Innerhalb der SCS-Kalibrierstelle ist die Leistung für Luftströmung klar von Kalibrierungen für Druck sowie für Feuchte und Temperatur zu trennen. Druckkalibrierungen betreffen statische oder dynamische Druckmessgrössen, nicht die eigentliche Luftbewegung. Feuchte- und Temperaturkalibrierungen beziehen sich auf thermische und hygrometrische Messgrössen, auch wenn diese in Lüftungs- oder Klimaanlagen zusammen mit Strömung erfasst werden. Die Einordnung unter SCS-Kalibrierstelle kennzeichnet den akkreditierten Kalibrierkontext, während die Leistungsebene für Luftströmung die konkrete Messgrösse festlegt.