Messprinzip bei der Fahrzeugverwiegung
Fahrzeugwaagen nehmen die Last eines Fahrzeugs über eine Waagbrücke oder über einzelne Wägeelemente auf und übertragen sie an die Messtechnik. Daraus lassen sich Bruttogewicht, Leergewicht und das resultierende Nettogewicht ermitteln. Die Messung erfolgt in der Regel im Stillstand, oft verbunden mit einer Erfassung von Fahrzeugdaten, Zeitpunkten oder Materialbezügen.
Typische Einsatzorte für Fahrzeugwaagen
Verbreitet sind Fahrzeugwaagen in Entsorgungsbetrieben, Deponien, Kies- und Betonwerken, landwirtschaftlichen Sammelstellen, Industriebetrieben und Logistikstandorten. Dort werden Anlieferungen, Abtransporte und interne Materialflüsse gewogen und dokumentiert. Auch bei der Annahme von Schüttgütern, Sekundärrohstoffen oder Brennstoffen ist die Verwiegung direkt am Fahrzeug üblich.
Bauformen und Ausprägungen von Fahrzeugwaagen
Je nach Standort und Einsatz kommen stationäre oder mobile Fahrzeugwaagen zum Einsatz. Stationäre Anlagen werden dauerhaft in den Betriebsablauf eingebunden und können oberirdisch oder in einer Einbaugrube ausgeführt sein. Mobile Systeme eignen sich für temporäre Messpunkte oder wechselnde Einsatzorte. Neben vollständigen Fahrzeugverwiegungen gibt es Lösungen zur Achslastmessung, wenn einzelne Achsen oder Achsgruppen separat erfasst werden sollen.
Abgrenzung zu allgemeinen Wägesystemen
Innerhalb der Gewichtsmessung, des Wägens sind Fahrzeugwaagen auf die Verwiegung kompletter Fahrzeuge oder ihrer Achslasten ausgerichtet. Allgemeine Wägesysteme umfassen dagegen auch Anwendungen für Behälter, Prozesse, Fördertechnik oder einzelne Güter ohne Fahrzeugbezug. Die Leistung ist zudem klar von anderen Mess- und Überwachungslösungen zu unterscheiden: Hier steht die Gewichtserfassung des Fahrzeugs im Vordergrund, nicht die umfassende Automatisierung anderer Betriebsabläufe.