Was bei der Gewichtsmessung erfasst wird
Beim Wägen wird die auf eine Waage oder einen Messaufnehmer wirkende Last ermittelt und als Gewichts- oder Massenwert ausgegeben. Die Messung kann statisch im Stillstand oder prozessnah innerhalb einer Anlage erfolgen. Relevant sind dabei nicht nur der Messbereich, sondern auch die Einbindung in die Umgebung, etwa bei Schüttgütern, Flüssigkeitsbehältern, Containern oder Fahrzeugen.
Typische Einsatzfelder in Energie- und Umweltanlagen
Gewichtsmessungen werden eingesetzt, wenn Materialmengen nachvollziehbar erfasst werden müssen. Beispiele sind Anlieferungen und Ausgänge in Entsorgungs- und Recyclingbetrieben, die Erfassung von Biomasse, Schlamm, Asche oder Wertstoffen sowie die Verwiegung von Behältern und Containern in Behandlungs- und Umschlaganlagen. In technischen Prozessen dienen Wägedaten zudem zur Dosierung, Befüllkontrolle oder Bestandsüberwachung.
Fahrzeugwaagen und integrierte Wägesysteme
Zu den häufigen Ausprägungen gehören Fahrzeugwaagen für Lastwagen, Anhänger oder Kommunalfahrzeuge sowie Wägesysteme, die direkt in Maschinen, Behälter, Silos oder Fördertechnik eingebunden sind. Fahrzeugwaagen erfassen Gesamtgewichte oder Differenzen zwischen Ein- und Ausfahrt. Wägesysteme sind auf den jeweiligen Prozess abgestimmt und liefern Messwerte dort, wo Material bewegt, dosiert, gesammelt oder abgefüllt wird.
Abgrenzung zu anderen physikalischen Messungen
Gewichtsmessung, Wägen ist innerhalb der physikalischen Messungen auf die Bestimmung von Masse und Last ausgerichtet. Im Unterschied zu Durchflussmessern wird keine Fördermenge pro Zeit erfasst, und Druckmessgeräte messen nicht die aufliegende Masse, sondern den Druck in einem Medium oder System. Dichtemessgeräte bestimmen Materialeigenschaften, während die Gewichtsmessung die tatsächlich vorhandene Menge oder Belastung erfasst. Damit unterscheidet sich diese Leistung auch klar von Leckdetektion oder Leitfähigkeitsmessung, die andere Zustände und Eigenschaften prüfen.