Funktion von Messgeräten in der Temperaturmessung
Ein Messgerät bildet die Schnittstelle zwischen Messstelle und auswertbarem Temperaturwert. Je nach Ausführung arbeitet es mit einem angeschlossenen Fühler, mit einem integrierten Sensor oder mit digitalen Eingangssignalen. Neben der reinen Anzeige können Messgeräte Messwerte speichern, weitergeben oder mit Grenzwerten verknüpfen.
Typische Einsatzbereiche in Energie- und Umweltanwendungen
Verwendet werden Temperaturmessgeräte unter anderem in Heiz- und Kälteanlagen, bei der Überwachung von Lüftungssystemen, in Speichern, an Rohrleitungen sowie in technischen Betriebsräumen. Im Umweltbereich kommen sie an Messstellen für Luft, Wasser oder Boden zum Einsatz, sofern Temperaturwerte lokal erfasst oder dokumentiert werden müssen. Auch bei Wartung, Inbetriebnahme und Vergleichsmessungen werden portable Geräte genutzt.
Geräteformen und Ausstattungsmerkmale
Zur Leistungskategorie gehören Handmessgeräte, Einbauinstrumente, Datenlogger und andere Auswertegeräte für Temperaturdaten. Sie unterscheiden sich unter anderem nach Anzahl der Messkanäle, Art der Anzeige, Speicherfunktion, Schnittstellen und Eignung für den mobilen oder stationären Betrieb. Je nach Messaufgabe sind auch robuste Gehäuse, Langzeitaufzeichnung oder die Einbindung in übergeordnete Systeme relevant.
Abgrenzung zu Fühlern und anderen Messverfahren
Messgeräte sind von Fühlern zu unterscheiden: Der Fühler erfasst die Temperatur an der Messstelle, das Messgerät verarbeitet und zeigt den Wert an oder speichert ihn. Gegenüber der Geschwisterleistung "Messung, berührungslos" bezeichnet "Messgeräte" nicht das Messprinzip, sondern das Instrument selbst; berührungslose Verfahren nutzen dafür meist Infrarottechnik. "Messung, RFID Technologie" beschreibt eine spezielle Form der Datenerfassung und Übertragung, während Messgeräte auch in konventionellen kabelgebundenen oder lokal ausgelesenen Anwendungen eingesetzt werden.