Was unter Abwassersteuerung in der kommunalen Entsorgung fällt
Als Leistung innerhalb der kommunalen Entsorgungssteuerung bezeichnet Abwasser die technische Steuerung und Regelung von Anlagen, die Abwasser erfassen, fördern, zwischenspeichern oder behandeln. Dazu gehören die Verarbeitung von Messwerten, das Auslösen von Schaltvorgängen sowie die Koordination einzelner Aggregate und Anlagenteile. Je nach Aufbau werden lokale Steuerungen mit übergeordneten Leit- oder Visualisierungssystemen verbunden.
Typische Anlagen und Prozesse im Abwasserbereich
Typische Einsatzbereiche sind Pumpwerke, Sonderbauwerke im Kanalnetz, Regenbecken sowie Prozessstufen in Abwasserreinigungsanlagen. Gesteuert werden unter anderem Förderabläufe, Pegelgrenzen, Schieberstellungen, Beckenbewirtschaftung oder Belüftungsprozesse. Auch Störmeldungen, Betriebszustände und Wechsel zwischen mehreren Aggregaten können eingebunden werden.
Steuerungsfunktionen von Pegelregelung bis Fernüberwachung
Im Abwasserbereich kommen je nach Anlage unterschiedliche Steuerungslogiken zum Einsatz: pegelabhängige Schaltungen, mengen- oder zeitabhängige Abläufe, Folge- und Wechselbetrieb sowie automatische Alarmierung. In grösseren Systemen werden mehrere Teilanlagen zusammengeführt, damit Zuflüsse, Rückhalt und Ableitung aufeinander abgestimmt bleiben. Der Umfang reicht von einzelnen lokalen Steuerungen bis zu vernetzten Lösungen mit Fernüberwachung.
Abgrenzung zu anderen Steuerungen der kommunalen Entsorgung
In der Hierarchie gehört Abwasser zur Steuerung für kommunale Entsorgung und damit zu Lösungen, die Prozesse aktiv regeln, nicht nur anzeigen oder messen. Gegenüber Kehrichtverbrennung und Schlammverbrennung stehen hier hydraulische und verfahrenstechnische Abläufe in Kanalnetz, Pumpwerken und Abwasserbehandlung im Vordergrund. Die Leistung grenzt sich zudem von reiner Messtechnik dadurch ab, dass Messwerte direkt für Schalt-, Regel- und Meldefunktionen genutzt werden.