Was Hochfrequenz in der Messtechnik umfasst
Hochfrequenz bezeichnet in der Messtechnik nicht-ionisierende elektromagnetische Felder, die von sendenden Systemen ausgehen. Gemessen werden je nach Aufgabenstellung Feldstaerken, Expositionen oder spektrale Anteile einzelner Signale. Ziel ist, die tatsaechliche Belastung an einem Ort nachvollziehbar zu erfassen und von anderen Einfluessen abzugrenzen.
Typische Messsituationen bei Funkquellen
Hochfrequenzmessungen werden in Gebaeuden, an Arbeitsplaetzen, im Umfeld von Antennenstandorten und in Aussenbereichen durchgefuehrt. Anlass sind unter anderem Standortbeurteilungen, Abklaerungen bei Nutzungsveraenderungen, Nachweise im Bestand oder Messungen bei vermuteter Exposition durch Funkanlagen. Relevant sind dabei sowohl kurzzeitige Belastungen als auch die Situation ueber laengere Zeitraume.
Messansaetze von Breitband bis frequenzselektiv
Je nach Fragestellung kommen unterschiedliche Messansaetze zum Einsatz. Breitbandmessungen geben einen schnellen Ueberblick ueber die gesamte hochfrequente Belastung an einem Ort. Frequenzselektive Messungen trennen einzelne Dienste oder Anlagen voneinander und sind sinnvoll, wenn mehrere Quellen gleichzeitig einwirken. Ergaenzend koennen Vergleichsmessungen, Rastermessungen oder zeitlich ausgedehnte Aufzeichnungen verwendet werden.
Abgrenzung zu Mikrowellen, Niederfrequenz und optischer Strahlung
Innerhalb der Hierarchie gehoert Hochfrequenz zur Messtechnik fuer nicht-ionisierende Strahlung. Gegenueber Niederfrequenz geht es nicht um Felder aus Stromversorgung, Bahnstrom oder Transformatoren, sondern um sendebasierte elektromagnetische Quellen. Mikrowellen koennen als engerer Teilbereich hoher Frequenzen oder als spezialisierte Anwendung betrachtet werden, waehrend Hochfrequenz in der Praxis oft breiter fuer Funkexpositionen verwendet wird. Laser und Ultraviolett betreffen optische Strahlung, Ultraschall akustische Wellen und damit andere Messverfahren.