Was bei Laser-Messungen erfasst wird
Bei Laser-Messungen werden die Eigenschaften einer konkreten Strahlquelle unter definierten Bedingungen erfasst. Relevant sind je nach Aufgabenstellung unter anderem optische Leistung, Pulsenergie, Bestrahlungsstärke, Strahldurchmesser, Divergenz und die räumliche Verteilung des Strahls. Für die Beurteilung im Strahlenschutz ist nicht nur die Quelle selbst relevant, sondern auch der Abstand, die Expositionsdauer sowie die Frage, ob direkte Strahlung oder reflektierte Anteile auftreten.
Typische Einsatzkontexte im Strahlenschutz
Laser-Messtechnik wird dort eingesetzt, wo Lasereinrichtungen im Betrieb verwendet, verändert oder neu beurteilt werden. Dazu gehören industrielle Bearbeitungsanlagen, Laborumgebungen, medizinisch-technische Anwendungen, Vermessungssysteme oder Einrichtungen mit sichtbaren und unsichtbaren Ziel- und Positionierlasern. Messungen können bei der Beurteilung von Arbeitsplätzen, bei Änderungen an Anlagen, bei Abschirmungen, bei Schutzgehäusen oder nach Zwischenfällen mit möglicher Exposition erforderlich sein.
Unterschiedliche Messaufgaben je nach Lasertyp
Die Messstrategie hängt stark von der Art des Lasers ab. Bei Dauerstrichlasern stehen stabile Leistungswerte und die Strahlcharakteristik im Vordergrund, bei gepulsten Lasern zusätzlich Pulsdauer, Pulsfolge und Einzelpulsenergie. Offene Strahlführungen, Scanner-Systeme oder stark reflektierende Oberflächen erfordern andere Messansätze als gekapselte Systeme. Auch der Wellenlängenbereich beeinflusst die Auswahl geeigneter Sensoren und die Bewertung der möglichen Gefährdung für Auge und Haut.
Abgrenzung zu anderer Messtechnik für nicht-ionisierende Strahlung
Innerhalb der Messtechnik für nicht-ionisierende Strahlung bezieht sich der Bereich Laser auf kohärente optische Strahlung. Er ist von Ultraviolett zu unterscheiden, wo andere Quellen, Expositionssituationen und Bewertungsgrundlagen vorliegen. Gegenüber Hochfrequenz, Mikrowellen und Niederfrequenz geht es nicht um elektrische oder magnetische Felder, sondern um optische Strahlung entlang eines gerichteten Strahlengangs. Ultraschall wiederum erfasst akustische Einwirkungen und gehört messtechnisch in einen anderen Bereich.