Was bei Ultraschall messtechnisch erfasst wird
Bei Ultraschallmessungen werden Schallemissionen im Bereich oberhalb von rund 20 kHz untersucht. Je nach Situation stehen Luftultraschall oder die Übertragung in Flüssigkeiten und Festkörpern im Vordergrund. Die messtechnische Beurteilung richtet sich nach der Quelle, dem Ausbreitungsweg und dem Ort, an dem Personen oder empfindliche Systeme exponiert sind.
Typische Messsituationen bei Anlagen und Geräten
Messungen kommen vor, wenn Ultraschall durch industrielle Prozesse, Reinigungsanlagen, Schweissanwendungen, Sensorik oder andere technische Einrichtungen entsteht. Im Vordergrund stehen Arbeitsplätze, Bedienbereiche, Wartungszonen und angrenzende Räume. Je nach Fragestellung werden einzelne Geräte, ganze Anlagen oder konkrete Betriebssituationen betrachtet.
Messkontexte und Ausprägungen von Ultraschall
In der Praxis wird zwischen unterschiedlichen Messkontexten unterschieden, etwa zwischen direkter Abstrahlung in die Luft und Anwendungen, bei denen Ultraschall in Medien oder Bauteilen wirkt. Ebenfalls relevant ist, ob eine Einzelquelle geprüft wird oder mehrere Quellen gleichzeitig auftreten. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Messaufbau, Positionierung und Auswertung.
Einordnung innerhalb der nicht-ionisierenden Strahlung
Ultraschall ist innerhalb der Messtechnik von Hochfrequenz, Mikrowellen und Niederfrequenz klar zu trennen, weil es sich nicht um elektromagnetische, sondern um mechanische Wellen handelt. Auch gegenüber Laser und Ultraviolett bestehen andere Ausbreitungs- und Bewertungsgrundlagen. Die Leistung betrifft damit die messtechnische Erfassung akustischer Ultraschallquellen und nicht optische oder elektromagnetische Felder.