Welche Messwerte ein Partikelgrössen-Analysator liefert
Das Gerät bestimmt, wie fein oder grob ein Material vorliegt und wie sich die Partikelgrössen innerhalb einer Probe verteilen. Je nach Verfahren werden Verteilungsdaten, charakteristische Kenngrössen und Anteile bestimmter Grössenklassen ausgewertet. Diese Informationen helfen dabei, Materialien vergleichbar zu beurteilen und Abweichungen zwischen Chargen sichtbar zu machen.
Einsatz bei Rohstoffen, Compounds und Recyclingmaterial
In der Kunststoffverarbeitung werden Partikelgrössen unter anderem bei Pulvern, Füllstoffen, Pigmenten, Mahlgut oder dispergierten Systemen geprüft. Die Messung ist relevant, wenn Dosierung, Mischverhalten, Oberflächenwirkung oder Weiterverarbeitung von der Partikelverteilung beeinflusst werden. Auch bei der Beurteilung von Rezyklaten und aufbereiteten Fraktionen kann die Partikelgrössenanalyse zur Einordnung des Materials dienen.
Messverfahren, Probenzustand und Probenaufbereitung
Partikelgrössen-Analysatoren arbeiten je nach Gerät mit unterschiedlichen Messprinzipien, etwa optisch, laserbasiert oder bildgebend. Die Auswahl hängt davon ab, ob trockene Pulver, Granulate, Suspensionen oder Emulsionen untersucht werden. Für belastbare Ergebnisse ist die Probenaufbereitung mitentscheidend, zum Beispiel hinsichtlich Dispergierung, Homogenität und der Frage, ob Agglomerate getrennt oder gemeinsam erfasst werden sollen.
Abgrenzung innerhalb von Messen und Prüfen
Innerhalb der Leistung Messen und Prüfen ist der Partikelgrössen-Analysator auf die Charakterisierung von Partikelverteilungen ausgerichtet. Er unterscheidet sich damit von Prüfmaschinen, die mechanische Eigenschaften prüfen, von Waagen, die Massen erfassen, und von Wasserdurchlauf-Messgeräten, die Strömungs- oder Durchflussgrössen messen. Auch 3-D Laser Projektionssysteme gehören in einen anderen Anwendungsbereich, da sie nicht der Partikelanalyse dienen.