Masse erfassen bei Rohstoffen, Proben und Gebinden
Unter Waagen fallen Messgeräte zur Bestimmung der Masse von Materialien und Teilen. In kunststoffverarbeitenden Betrieben betrifft das unter anderem Rohstoffchargen, Mischanteile, Laborproben, Ausschussmengen oder verpackte Produkte. Entscheidend sind dabei Messbereich, Ablesbarkeit, Wiederholbarkeit und die Eignung für die jeweilige Umgebung.
Einsatz im Labor, Wareneingang und in der Fertigung
Im Labor werden Waagen für kleine Probenmengen, Rezepturansätze und Prüfvorbereitungen verwendet. Im Wareneingang dienen sie zur Kontrolle von Liefermengen, Gebinden oder Stichproben. In der Fertigung kommen sie dort zum Einsatz, wo Materialmengen, Zwischenbehälter oder Endgebinde gewogen und nachvollziehbar erfasst werden sollen.
Typische Bauformen von Laborwaagen bis Bodenwaagen
Für kleine Einwaagen werden fein auflösende Laborwaagen genutzt. Tisch- und Plattformwaagen decken mittlere Lastbereiche ab und eignen sich für Behälter, Säcke oder Kartons. Bei schweren Gebinden, Paletten oder grösseren Materialmengen werden Bodenwaagen eingesetzt. Die Auswahl richtet sich nach Tragkraft, Wägefläche, gewünschter Genauigkeit und den Einflüssen am Aufstellort.
Abgrenzung zu Prüfmaschinen und anderen Messgeräten
Waagen messen die Masse eines Objekts oder Materials. Sie unterscheiden sich damit von Prüfmaschinen, die mechanische Eigenschaften wie Zug-, Druck- oder Biegeverhalten untersuchen. Gegenüber Partikelgrössen-Analysatoren bestimmen sie keine Korngrössenverteilung, und im Unterschied zu Wasserdurchlauf-Messgeräten erfassen sie keinen Volumen- oder Massenstrom von Medien. Innerhalb der Hierarchie gehören Waagen damit klar zum Bereich Messen und Prüfen.