Funktion von Absorptionstürmen in industriellen Prozessen
In einem Absorptionsturm wird ein Gasstrom mit einer Wasch- oder Prozessflüssigkeit in Kontakt gebracht, damit bestimmte Bestandteile aus dem Gas in die Flüssigkeit übergehen. Typische Anwendungen betreffen die Behandlung von Abluft, Prozessgasen oder chemisch belasteten Strömen. Kunststoff wird für solche Apparate eingesetzt, wenn die Medien Metall stark beanspruchen würden oder eine hohe chemische Beständigkeit gefordert ist.
Typische Einsatzbereiche für Absorptionstürme aus Kunststoff
Absorptionstürme werden in industriellen Anlagen verwendet, in denen lösliche, saure, alkalische oder geruchsrelevante Gaskomponenten aus einem Strom entfernt oder reduziert werden sollen. Sie finden sich unter anderem in Abluftbehandlungsanlagen, in chemischen Prozesslinien und in Bereichen mit korrosiven Betriebsbedingungen. Im Kunststoffumfeld stehen dabei nicht nur die Trennaufgabe, sondern auch Werkstoffverhalten, Dichtheit und Beständigkeit gegen Prozessmedien im Vordergrund.
Bauarten und konstruktive Ausführungen
Je nach Anwendung werden Absorptionstürme als gepackte Türme, Sprühtürme oder mehrstufige Systeme ausgeführt. Zur Konstruktion gehören neben dem Mantel oft Einbauten für die Verteilung von Gas und Flüssigkeit sowie Elemente zur Tropfenabscheidung. Die konkrete Ausführung hängt unter anderem von Volumenstrom, Kontaktzeit, Reinigbarkeit, Druckverlust und chemischer Belastung ab.
Abgrenzung zu anderen Industriekomponenten aus Kunststoff
Absorptionstürme sind auf den Stoffübergang zwischen Gas und Flüssigkeit ausgelegt und unterscheiden sich damit klar von Komponenten für reines Flüssigkeits-Handling. Auch von Abschirmungen, Kompensatoren oder mechanischen Funktionsteilen grenzen sie sich durch ihre verfahrenstechnische Aufgabe ab. Innerhalb der Hierarchie gehören sie im Bereich Industrie zu den spezialisierten Apparaten für Medienbehandlung und nicht zu Sicherheits-, Antriebs- oder Handhabungselementen.