Was unter Einbettungen in Kunststoff verstanden wird
Bei einer Einbettung wird ein Bauteil ganz oder teilweise von Kunststoff umschlossen oder formschlüssig aufgenommen. Eingebettet werden je nach Anwendung etwa Metalleinsätze, elektrische Leiter, Sensorik, Verstärkungen oder kleine Funktionsteile. Entscheidend sind die definierte Lage des eingebetteten Elements, die Verträglichkeit mit dem Kunststoff und die Beanspruchung im späteren Einsatz.
Typische Einsatzfelder in industriellen Kunststoffteilen
Einbettungen werden eingesetzt, wenn mehrere Funktionen in einem Bauteil zusammengeführt werden sollen. Beispiele sind Gehäuseteile mit integrierten Einlegeteilen, isolierende Kunststoffkörper mit eingebetteten Kontakten oder formgebende Komponenten mit fest eingebundenen Verstärkungen. Auch bei Teilen für feuchte, chemisch belastete oder elektrisch sensible Umgebungen kann eine Einbettung konstruktiv sinnvoll sein.
Ausführungen und technische Anforderungen
Einbettungen lassen sich je nach Verfahren und Einsatzbedingungen unterschiedlich umsetzen, etwa durch Umspritzen, Vergiessen oder das Einlegen vor der Formgebung. Relevant sind unter anderem Haftung, Temperaturverhalten, Schrumpfung, Masshaltigkeit und die Frage, ob das eingebettete Teil vollständig oder nur teilweise umschlossen wird. Bei präzisen Anwendungen müssen zudem Einbaulage, Toleranzen und die Belastung an Übergangsstellen berücksichtigt werden.
Abgrenzung zu verwandten Industrieprodukten aus Kunststoff
Einbettungen unterscheiden sich von Abschirmungen, weil nicht das Abschirmen gegen äussere Einflüsse im Vordergrund steht, sondern die dauerhafte Integration eines Elements in ein Kunststoffteil. Gegenüber kunststoffbeschichteten Blechen oder anderen Beschichtungslösungen geht es nicht um eine Oberflächenschicht, sondern um eine konstruktive Einbindung im Bauteilquerschnitt. Von Werkzeugen als Produktionsmittel grenzen sich Einbettungen dadurch ab, dass sie Teil des Endprodukts sind.