Welche Bewegungen Kompensatoren aufnehmen
Kompensatoren sind dafür ausgelegt, Bewegungen zwischen zwei angeschlossenen Bauteilen kontrolliert zu übernehmen. Je nach Bauart können sie axiale Dehnung und Stauchung, lateralen Versatz, Winkelabweichungen oder Schwingungen aufnehmen. Damit entlasten sie Leitungen, Flansche, Apparateanschlüsse und Lagerstellen. Für die Auswahl sind unter anderem Medium, Temperatur, Druck, Bewegungsweg und Einbausituation massgebend.
Typische Anwendungen in Rohrleitungen und Apparaten
Im industriellen Umfeld werden Kompensatoren vor allem an Übergängen eingesetzt, an denen unterschiedliche Temperatur- oder Lastzustände auftreten. Typische Einbauorte sind Pumpen- und Behälteranschlüsse, Rohrleitungen in chemischen Prozessen, wassertechnische Anlagen sowie Abluft- und Prozesskanäle. Bei kunststoffnahen Anwendungen stehen häufig korrosive oder feuchte Medien im Vordergrund, weshalb die Materialverträglichkeit besonders geprüft wird.
Bauformen und Ausführungen
Kompensatoren werden in unterschiedlichen Geometrien und Anschlussarten gefertigt. Üblich sind runde Ausführungen für Rohrsysteme und rechteckige Varianten für Kanäle. Je nach Aufgabe kommen Ausführungen für überwiegend axiale Bewegung, für lateralen Ausgleich oder für kombinierte Bewegungen in Frage. Unterschiede bestehen auch bei den Anschlüssen, etwa mit Flanschen, Stutzen oder als integrierte Verbindung in bestehende Bauteile.
Abgrenzung zu anderen Industriekomponenten
Innerhalb der industriellen Kunststoffteile decken Kompensatoren die Bewegungs- und Schwingungsaufnahme in verbundenen Systemen ab. Sie unterscheiden sich damit von Abschirmungen, die vor äusseren Einwirkungen schützen, und von Komponenten für Flüssigkeits-Handling, die Medien führen, fördern oder dosieren. Gegenüber Puffern wirken Kompensatoren nicht punktuell an Auflage- oder Anschlagstellen, sondern als flexibles Element innerhalb einer Leitung oder eines Apparateanschlusses.