Wie Abscheider in Flüssigkeitssystemen arbeiten
Ein Abscheider ist auf die Trennung von Bestandteilen mit anderen physikalischen Eigenschaften als das Hauptmedium ausgelegt. Je nach Aufgabe erfolgt die Abscheidung über Sedimentation, Beruhigungszonen, Koaleszenz, Zentrifugalwirkung oder andere physikalische Trennprinzipien. Im Unterschied zu rein fördernden oder absperrenden Komponenten beeinflusst der Abscheider den Stoffstrom gezielt so, dass unerwünschte Anteile zurückgehalten, gesammelt oder ausgeleitet werden können.
Typische Einsatzbereiche in industriellen Prozessen
Abscheider werden in Prozesswasser-, Kühl-, Reinigungs- und Chemikalienkreisläufen eingesetzt. Typische Anwendungen sind die Abtrennung von Feststoffpartikeln aus Flüssigkeiten, die Trennung von Öl- und Wasserphasen oder das Entfernen von Luft und Gasen aus Leitungs- und Behältersystemen. In der Kunststoffbranche sind solche Lösungen insbesondere dort relevant, wo Medien beständig geführt, weiterverarbeitet oder vor nachgelagerten Aggregaten geschützt werden müssen.
Bauarten und Ausprägungen von Abscheidern
Abscheider unterscheiden sich nach der abzutrennenden Phase, der Einbausituation und dem Wartungskonzept. Verbreitet sind Feststoffabscheider, Ölabscheider sowie Luft- oder Gasabscheider für Flüssigkeitssysteme. Je nach Anlage kommen kompakte Inline-Bauformen, grössere Behälterlösungen oder Systeme mit auswechselbaren Trennelementen zum Einsatz. Bei Kunststoffausführungen stehen meist Medienbeständigkeit, Korrosionsverhalten und die Eignung für den jeweiligen Prozess im Vordergrund.
Abgrenzung zu Filterung, Pumpen und Absauganlagen
Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung zu Flüssigkeits-Handling, weil sie direkt in den Umgang mit flüssigen Medien eingebunden ist. Von Dosierung und Filterung unterscheidet sich der Abscheider dadurch, dass er nicht primär dosiert oder fein filtriert, sondern Phasen oder Stoffanteile gezielt trennt. Gegenüber Pumpen fördert er keine Medien, und im Unterschied zu Ventilen regelt er keinen Durchfluss. Absauganlagen sind dagegen auf Luft, Dämpfe oder Stäube in der Umgebungsluft ausgerichtet und nicht auf die Trennung innerhalb eines Flüssigkeitsstroms.