Schutz- und Aufnahmefunktion am Druckmessgerät
Das Gehäuse nimmt die Bauteile des Manometers auf und hält sie in definierter Position. Es grenzt das Messgerät von der Umgebung ab und trägt dazu bei, dass Anzeige und Mechanik im Betrieb geschützt bleiben. Je nach Aufbau arbeitet es mit Dichtungen, Sichtfenstern oder Befestigungselementen zusammen und beeinflusst damit, wie gut ein Druckwert dauerhaft ablesbar bleibt.
Typische Einbausituationen in fluidischen Anlagen
Manometergehäuse finden sich an Leitungen, Behältern, Pumpengruppen, Filtereinheiten und Dosiersystemen, in denen Flüssigkeitsdruck lokal angezeigt wird. Kunststoffausführungen werden vor allem in feuchten, chemisch beanspruchten oder korrosiven Umgebungen eingesetzt. Auch bei kompakten Baugruppen oder Anwendungen mit engem Bezug zum Medium ist diese Bauart verbreitet.
Bauformen und Auslegung von Kunststoffgehäusen
Unterschieden wird unter anderem nach Gehäuseform, Grösse, Ausführung des Sichtbereichs und Möglichkeiten zur Montage. Bei Kunststoffgehäusen richtet sich die Werkstoffwahl nach Temperatur, chemischer Beanspruchung, UV-Einwirkung und mechanischer Belastung. Für die Auslegung sind zudem Schlagfestigkeit, Reinigbarkeit und die sichere Aufnahme von Dicht- und Verbindungselementen relevant.
Abgrenzung zu Pumpen, Ventilen und Abdichtungen
Manometergehäuse gehören im Flüssigkeits-Handling nicht zu den fördernden, leitenden oder regelnden Komponenten einer Anlage. Anders als Pumpen, Ventile, Schläuche oder Rohre übernehmen sie keine Medienführung. Sie sind auch nicht mit Abdichtungen gleichzusetzen, obwohl Dichtungen oft Teil der Gehäusekonstruktion sind. Die Leistung bezieht sich auf das umschliessende Bauteil des Manometers, nicht auf die Druckerzeugung oder die eigentliche Messfunktion.