Was unter Kitten in dieser Produktgruppe verstanden wird
In der Hierarchie der Dichtungsprodukte bezeichnet Kitt eine lokal applizierte Dichtmasse mit plastischem, pastösem oder knetbarem Charakter. Das Material wird auf die konkrete Fuge oder Kontaktstelle abgestimmt eingebracht und dichtet dort die Verbindung ab. Typisch ist der Einsatz an Stellen, an denen eine starre Formdichtung die vorhandene Geometrie nur ungenau abbilden würde.
Typische Einsatzstellen im Flüssigkeits-Handling
Kitte werden dort eingesetzt, wo Leitungen, Behälter, Gehäuse oder Armaturen Übergänge mit kleinen Toleranzabweichungen aufweisen. Sie kommen unter anderem bei Anschlussbereichen, Flanschumgebungen, Durchführungen, Abdeckungen oder Wartungsöffnungen in Frage. Besonders relevant sind Anwendungen, bei denen Oberflächen nicht vollständig eben sind oder sich Spalte erst bei der Montage ergeben.
Materialzustand und funktionale Ausprägungen
Je nach Ausführung werden Kitte als gebrauchsfertige Paste, als formbare Masse oder als nachträglich aushärtendes Produkt verarbeitet. Für die Auswahl sind unter anderem Medienkontakt, Temperaturbereich, Haftverhalten, Verformbarkeit und die gewünschte Demontierbarkeit der Verbindung massgebend. Bei Kunststoffanwendungen ist zusätzlich zu prüfen, wie sich der Kitt mit angrenzenden Werkstoffen und Oberflächen verträgt.
Abgrenzung zu Dichtungen, Bändern und Massen
Kitte unterscheiden sich von Dichtungen, Ringen, Scheiben, Profilen oder Einsätzen dadurch, dass sie nicht als vorgeformtes Bauteil eingebaut werden. Gegenüber Bändern, Schnüren oder Streifen lassen sie sich gezielter in unregelmässige Hohlräume und Übergänge einarbeiten. Zur Geschwisterleistung Massen besteht eine begriffliche Nähe; in dieser Hierarchie werden Kitte jedoch als eigenständige, lokal aufgebrachte Dichtstoffe für das Ausfüllen und Abdichten konkreter Anschlussstellen geführt.