Was mit Scheiben in Dichtungsanwendungen gemeint ist
Gemeint sind flache, meist kreisförmige Kunststoffteile mit oder ohne Innenloch, die zwischen Bauteilen eingelegt werden. Sie können als dichtende Scheibe, isolierende Zwischenlage, Abstandselement oder lastverteilende Auflage dienen. Im Flüssigkeits-Handling werden sie dort verwendet, wo eine definierte Trennebene benötigt wird und das Material gegenüber dem eingesetzten Medium beständig bleiben muss.
Typische Einbausituationen im Flüssigkeits-Handling
Scheiben kommen in Verschraubungen, Anschlüssen, Gehäusen, Behälterkomponenten und anderen Verbindungen mit flächiger Auflage zum Einsatz. Sie dienen dazu, Kontaktflächen voneinander zu trennen, Leckagepfade zu reduzieren oder die Kraftübertragung auf eine grössere Fläche zu verteilen. Relevant sind sie besonders bei Bauteilen, in denen Flüssigkeiten geführt, gehalten oder von angrenzenden Komponenten abgegrenzt werden.
Ausführungen nach Geometrie, Werkstoff und Fertigung
Unterschieden wird unter anderem nach Vollscheiben, Lochscheiben, Aussendurchmesser, Innendurchmesser, Dicke und Oberflächenbeschaffenheit. Je nach Anforderung werden starre, zähharte oder nachgiebigere Kunststoffe gewählt. Die Herstellung erfolgt typischerweise durch Stanzen, Schneiden, Drehen oder andere Verfahren, die für einfache flache Geometrien und enge Massvorgaben geeignet sind.
Abgrenzung zu Dichtungen, Ringen und Profilen
Scheiben sind eine klar abgegrenzte Form flacher Dichtungsteile. Im Unterschied zu allgemeinen Dichtungen ist ihre Geometrie meist plan und einfach gehalten. Gegenüber Ringen können Scheiben auch ohne durchgehende ringförmige Funktion ausgeführt sein, etwa als Vollscheibe oder als Auflage mit definierter Lochung. Profile, Schnüre, Streifen und Bänder sind dagegen lineare oder kontinuierliche Dichtelemente, während Scheiben als einzelne flächige Teile verbaut werden.