Ringförmige Dichtelemente für umlaufende Kontaktflächen
Ringe sind geschlossene Bauteile mit kreisförmiger Geometrie, die in Nuten, zwischen Anschlussflächen oder in bewegten Baugruppen eingesetzt werden. Im Flüssigkeits-Handling übernehmen sie je nach Ausführung eine statische Abdichtung zwischen zwei festen Teilen oder eine dynamische Funktion bei relativer Bewegung. Kunststoffringe können zudem als Distanz-, Führungs- oder Stützelement ausgeführt sein, wenn neben der Dichtwirkung auch Reibung, Verschleiss oder Medienbeständigkeit zu berücksichtigen sind.
Typische Einbaustellen in Leitungen, Armaturen und Behältern
Solche Ringe finden sich in Rohrverbindungen, Ventilen, Pumpen, Kupplungen, Verschraubungen, Filtrationsgehäusen und Behälteranschlüssen. Sie werden dort verwendet, wo Flüssigkeiten unter Druck, im Umlauf oder im Dosierbetrieb sicher geführt werden müssen. Auch in servicefähigen Baugruppen mit regelmässiger Demontage sind ringförmige Dichtelemente üblich, weil sie sich konstruktiv gut in genormte oder wiederkehrende Einbauräume integrieren lassen.
Ausführungen nach Querschnitt, Werkstoff und Funktion
Ringe unterscheiden sich vor allem durch ihren Querschnitt, ihre Abmessungen und den verwendeten Kunststoff. Je nach Anwendung kommen einfache ringförmige Dichtelemente, Stützringe oder Führungsringe in Betracht. Die Werkstoffwahl richtet sich unter anderem nach Medium, Temperatur, Druck, chemischer Belastung und geforderter Formstabilität. Für die Auslegung sind deshalb nicht nur Innen- und Aussendurchmesser relevant, sondern auch Nutgeometrie, Oberflächenpaarung und die Art der Bewegung im Betrieb.
Abgrenzung zu Dichtungen, Profilen, Schnüren und Scheiben
Innerhalb der Dichtungsprodukte sind Ringe auf umlaufend geschlossene Dichtstellen ausgelegt. Im Unterschied zu allgemeinen Dichtungen, die auch flächig, segmentiert oder formteilbasiert ausgeführt sein können, beziehen sich Ringe auf eine klar definierte ringförmige Geometrie. Gegenüber Profilen, Schnüren und Streifen sind sie bereits als geschlossene Einheit gefertigt und nicht erst aus laufender Ware abgelängt oder verbunden. Von Scheiben unterscheiden sie sich durch die primäre Funktion an Umfangs- und Nutabdichtungen statt als flächiges Zwischenlageelement.