Funktion von Laborarmaturen im Laborbetrieb
Laborarmaturen sind auf Medienführung unter Laborbedingungen ausgelegt. Sie dienen nicht nur dem Öffnen und Schliessen, sondern auch der gezielten Entnahme, Umschaltung oder Dosierung am Arbeitsplatz, an Versorgungspunkten oder an Laborgeräten. Im Unterschied zu allgemeinen Sanitärarmaturen stehen dabei Medienreinheit, chemische Beständigkeit, eindeutige Zuordnung der Anschlüsse und eine laborgerechte Bedienung im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche für Laborarmaturen aus Kunststoff
Eingesetzt werden Laborarmaturen in Analytik-, Forschungs-, Ausbildungs- und Prüflaboren sowie in Bereichen mit regelmässigem Kontakt zu Reinigungschemikalien oder korrosiven Medien. Kunststoffausführungen sind vor allem dort relevant, wo metallische Oberflächen ungeeignet sind oder wo das Medium keine unnötigen Wechselwirkungen mit dem Werkstoff eingehen soll. Auch in medienführenden Teilbereichen von Laborgeräten oder Versuchsaufbauten kommen solche Armaturen zum Einsatz.
Ausführungen nach Medium, Anschluss und Werkstoff
Laborarmaturen unterscheiden sich unter anderem nach dem geführten Medium, der Montageart und dem Werkstoffaufbau. Üblich sind Ausführungen für Wasser, demineralisiertes Wasser, technische Gase, Druckluft oder Vakuum sowie Varianten für Tisch-, Wand- oder Geräteanschluss. Bei Kunststofflösungen sind die Beständigkeit gegen Chemikalien, Temperaturbereich, Dichtwerkstoffe und die Reinigbarkeit entscheidend. Je nach Anwendung können komplette Armaturen, Ventileinsätze, Ausläufe, Anschlussstücke oder medienberührte Einzelteile relevant sein.
Abgrenzung zu verwandten Laborprodukten
Laborarmaturen sind von Chemiepumpenteilen und Säurepumpen abzugrenzen, weil sie Medien am Entnahme- oder Anschlusspunkt regeln und nicht primär fördern. Gegenüber Reaktionskesseln oder säurebeständigen Anlagen bilden sie keine verfahrenstechnische Hauptkomponente, sondern die Schnittstelle für Versorgung und Bedienung. Von Spritzenfiltern, Zellkulturartikeln oder Messhilfen wie Masslöffeln und Massstäben unterscheiden sie sich durch ihre feste oder definierte technische Einbindung in die Medienversorgung des Labors.