Was Säurepumpen im Laborumfeld leisten
Säurepumpen übernehmen den definierten Transport saurer Medien zwischen Behältern, Reaktoren, Analysegeräten oder einzelnen Prozessschritten. Im Kunststoffumfeld stehen medienberührte Werkstoffe wie PP, PVDF oder PTFE im Vordergrund, sofern sie zur jeweiligen Chemikalie passen. Entscheidend sind chemische Beständigkeit, Dichtheit, Reinigbarkeit und ein zur Anwendung passender Förderbereich.
Typische Anwendungen in Medizin und Labor
Zum Einsatz kommen Säurepumpen unter anderem in Laborgeräten, bei der Chemikalienversorgung von Analyse- und Aufbereitungssystemen, in Nassprozessen sowie in Reinigungs- oder Beizschritten bei der Herstellung medizintechnischer Teile. Sie werden auch zum Umfüllen, Entleeren oder Rezirkulieren von Säurebädern verwendet. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von Medium, Temperatur, Fördermenge und dem Sicherheitskonzept des Systems ab.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Je nach Aufgabe werden Dosierpumpen für kleine definierte Mengen, Förderpumpen für den Transfer zwischen Behältern oder Umwälzpumpen für geschlossene Kreisläufe eingesetzt. Relevante Auswahlkriterien sind unter anderem Fördermenge, Förderhöhe, Regelbarkeit, Pulsation, Dichtkonzept und die Verträglichkeit aller medienberührten Teile. Neben dem Pumpenkörper müssen auch Dichtungen, Ventile, Schläuche und Anschlüsse zur Säure und zum Reinigungsverfahren passen.
Abgrenzung zu Chemiepumpenteilen, Laborarmaturen und säurebeständigen Anlagen
Säurepumpen bezeichnen die komplette Fördereinheit für saure Medien. Chemiepumpenteile sind einzelne Komponenten wie Gehäuse, Membranen, Dichtungen oder Laufräder und keine eigenständigen Pumpensysteme. Laborarmaturen regeln oder sperren Medienströme, fördern aber nicht aktiv; säurebeständige Anlagen und säurebeständige Kunststoffe betreffen dagegen ganze Apparate, Auskleidungen oder Werkstofflösungen. Im Unterschied zu Ätzkästen und Ätztrögen steht bei Säurepumpen nicht der Behälter, sondern der kontrollierte Medientransport im Vordergrund.