Was PP-Lochplatten auszeichnet
PP-Lochplatten sind flächige Halbzeuge, deren Nutzwert nicht nur von Dicke und Abmessung, sondern wesentlich von Lochbild, Lochgrösse und Lochabstand bestimmt wird. Die Perforation beeinflusst Durchlass, Gewicht, Steifigkeit und Reinigbarkeit. Als Werkstoff bringt Polypropylen eine geringe Dichte, Feuchtigkeitsunempfindlichkeit und eine gute Beständigkeit gegenüber vielen chemischen Einflüssen mit. Dadurch eignen sich Lochplatten für technische Anwendungen, in denen metallische Werkstoffe nicht erforderlich oder aufgrund von Medienkontakt unerwünscht sind.
Typische Anwendungen von Lochplatten aus Polypropylen
Eingesetzt werden PP-Lochplatten unter anderem als Sieb- und Trennelemente, als Abdeckungen mit Luft- oder Flüssigkeitsdurchlass, für Schutzverkleidungen, Drainage- und Ablaufbereiche sowie für apparative und verfahrenstechnische Einbauten. Auch in Lager-, Transport- und Behälterlösungen kommen sie vor, wenn Flüssigkeiten ablaufen oder Medien zirkulieren sollen. In der Kunststoffverarbeitung und im Anlagenbau werden sie zudem dort verwendet, wo eine geschlossene Platte zu viel Widerstand aufbauen würde.
Relevante Ausführungen und Auswahlkriterien
Unterschieden wird nach Lochform, etwa rund, länglich oder quadratisch, nach der Anordnung der Öffnungen sowie nach Plattendicke und freiem Querschnitt. Je nach Einsatz sind ausserdem Kantenbearbeitung, Oberflächenqualität, Masshaltigkeit und Weiterverarbeitung relevant. Für die Auswahl ist entscheidend, ob der Schwerpunkt auf Durchsatz, mechanischer Stabilität, Abschirmung oder Reinigbarkeit liegt. Bei PP-Lochplatten muss deshalb nicht nur das Material, sondern vor allem die Kombination aus Grundplatte und Perforation zur Anwendung passen.
Abgrenzung innerhalb der PP-Halbzeuge
In der Hierarchie gehören Lochplatten zur Gruppe der Halbzeuge aus Polypropylen. Gegenüber normalen Platten sind sie keine geschlossenen Flächenelemente, sondern funktional perforierte Varianten. Von Folien und Kaschierfolien unterscheiden sie sich durch die deutlich höhere Formstabilität, von Profilen und Stäben durch ihre flächige Geometrie und von Rohren durch den fehlenden Hohlquerschnitt. Pressteile sind bereits geformte Bauteile, während Lochplatten als Halbzeug meist erst anwendungsspezifisch zugeschnitten oder weiterbearbeitet werden.