Was PUR-Folien als Halbzeug auszeichnet
In dieser Hierarchie bezeichnet Folien flächige PUR-Halbzeuge ohne geschäumte Struktur. Sie dienen als eigenständiges Material oder als Zwischenlage in einem mehrschichtigen Aufbau. Je nach Ausführung können sie flexibel, transparent oder opak sowie für Schutz-, Trenn-, Dicht- oder Oberflächenfunktionen ausgelegt sein. Im Unterschied zu geformten Kunststoffteilen bleiben sie als Bahnmaterial für die weitere Verarbeitung offen spezifizierbar.
Typische Anwendungen von PUR-Folien
PUR-Folien werden dort eingesetzt, wo ein dünnes, anpassbares Material mit definierten Oberflächeneigenschaften benötigt wird. Das betrifft unter anderem Schutzlagen, Kaschierungen, Abdeckungen, Verbundaufbauten und technische Zwischenlagen. In industriellen Anwendungen zählen neben der Materialwirkung auch Verarbeitungsfragen wie Schneidbarkeit, Schweiss- oder Klebbarkeit sowie die Verträglichkeit mit angrenzenden Werkstoffen.
Relevante Spezifikationen bei Folien
Für die Einordnung und Beschaffung von PUR-Folien sind vor allem Dicke, Breite, Lieferform und Oberflächenausführung relevant. Hinzu kommen Angaben zur Transparenz, Farbe, Härte, Flexibilität und gegebenenfalls zur Beschichtung oder Kaschierung. Bei technischen Anwendungen wird oft auch unterschieden, ob die Folie als Sichtlage, Funktionsschicht oder als Bestandteil eines Verbunds vorgesehen ist. Diese Merkmale bestimmen, wie die Folie weiterverarbeitet und eingesetzt werden kann.
Abgrenzung innerhalb der PUR-Halbzeuge
Folien gehören in der Hierarchie zu den nicht geschäumten PUR-Halbzeugen und unterscheiden sich damit klar von geschäumten Werkstoffformen. Gegenüber der Geschwisterleistung Saiten sind Folien flächige Produkte, während Saiten langgestreckte, profilierte oder strangförmige Halbzeuge bezeichnen. Innerhalb von Polyurethan (PUR) ist die Folie daher nicht über ihre chemische Grundklasse, sondern über ihre Geometrie, Lieferform und Weiterverarbeitung definiert.