Was unter Dichtungen aus Silicon-Kautschuk fällt
Dichtungen sind funktionale Bauteile, die zwei Flächen oder Bauteile gegeneinander abdichten. In dieser Werkstoffgruppe stehen elastische Lösungen aus Silicon-Kautschuk im Vordergrund, die durch Anpressung, Formschluss oder definierte Kompression wirken. Für die Auslegung sind vor allem Geometrie, Einbauraum, Anpresskraft und der Kontakt mit Umgebung oder Medium relevant.
Typische Einsatzsituationen für diese Dichtungswerkstoffe
Solche Dichtungen werden unter anderem an Gehäusen, Abdeckungen, Leuchten, Apparaten, Verkleidungen und technischen Schnittstellen eingesetzt. Sie kommen dort in Betracht, wo elastische Abdichtung bei wechselnden Umgebungsbedingungen gefordert ist. Je nach Materialausführung können auch Anforderungen an Witterungsbeständigkeit, Temperaturverhalten oder elektrische Isolation eine Rolle spielen.
Übliche Ausführungen und Fertigungsformen
Dichtungen können als gestanzte oder geschnittene Flachdichtungen aus Plattenmaterial, als geformte Dichtteile oder als extrudierte Dichtprofile vorliegen. Neben kompakten Qualitäten sind auch weichere oder geschäumte Ausführungen möglich, wenn ein grösserer Toleranzausgleich erforderlich ist. Die konkrete Form richtet sich danach, ob eine ebene Auflagefläche, eine umlaufende Nut, ein komplexer Bauraum oder eine wiederkehrende Öffnungsbewegung vorliegt.
Abgrenzung zu Profilen, Folien, Bändern und Schläuchen
Dichtungen sind auf die Abdichtfunktion hin ausgelegte Teile oder Zuschnitte. Profile sind zunächst endlose Querschnitte und werden erst durch Einbau oder Konfektionierung zur Dichtung; Folien, Bänder und Platten sind flächige Halbzeuge, aus denen Dichtungen hergestellt werden können. Schläuche dienen primär dem Führen von Medien, während Elektroisolierungen auf die Trennung elektrischer Potentiale ausgerichtet sind und nicht auf den Abschluss einer Fuge.