PVB-Folien als flächiges Halbzeug
PVB-Folien sind ebene Halbzeuge, die als Rollenware oder in zugeschnittener Form in weitere Fertigungsprozesse eingehen. Im Unterschied zu fertigen Bauteilen dienen sie als Zwischenmaterial für Verbunde und Schichtaufbauten. Entscheidend sind dabei eine gleichmässige Materialausbildung, verarbeitbare Formate und auf den Verbund abgestimmte Werkstoffeigenschaften.
Einsatz in Verbundglas und mehrschichtigen Aufbauten
Ein typischer Einsatzbereich von PVB-Folien liegt in Verbundglas, etwa bei Verglasungen im Fahrzeugbau, im Hochbau oder im Innenausbau. Die Folie befindet sich dabei zwischen anderen Lagen und wird im Verbund verarbeitet. Darüber hinaus kommen PVB-Folien überall dort infrage, wo transparente oder funktionale Laminataufbauten benötigt werden.
Ausführungen nach Format, Transparenz und Funktion
PVB-Folien werden je nach Verwendungszweck in unterschiedlichen Dicken, Breiten und optischen Ausführungen bereitgestellt. Neben klaren Varianten sind auch eingefärbte oder funktional angepasste Ausführungen möglich, sofern der jeweilige Aufbau dies verlangt. Für die Auswahl relevant sind unter anderem optische Anforderungen, das Verhalten im Schichtverbund und die Bedingungen der Weiterverarbeitung.
Abgrenzung zu Klebefolien und Schläuchen
Innerhalb der PVB-Halbzeuge bezeichnet Folien ein flächiges Material ohne die spezifische Zweckbestimmung einer Klebefolie. Klebefolien sind auf haftende Anwendungen und Oberflächenbelegung ausgerichtet, während PVB-Folien meist als integrale Lage in einem Verbund eingesetzt werden. Gegenüber Schläuchen ist die Abgrenzung geometrisch klar: Schläuche sind geschlossene, rohrförmige Halbzeuge, Folien dagegen ebene Bahnen oder Zuschnitte.