Aufbau von PVDC-Verbundfolien
Eine Verbundfolie besteht aus mehreren verbundenen Schichten, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Im Zusammenhang mit PVDC dient eine Schicht häufig als Barriere gegen Gase, Gerüche oder Feuchtigkeit, während andere Lagen etwa für Stabilität, Siegelfähigkeit, Transparenz oder Bedruckbarkeit ausgelegt sind. Die Verbindung der Schichten kann je nach Aufbau durch Beschichtung, Kaschierung oder andere mehrschichtige Herstellungsverfahren erfolgen. Massgeblich ist nicht nur das PVDC selbst, sondern das Zusammenspiel des gesamten Schichtsystems.
Typische Einsatzfelder für Verbundfolien mit PVDC
PVDC-Verbundfolien werden dort eingesetzt, wo ein Folienmaterial mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen muss. Typische Anwendungen liegen im Verpackungsbereich, insbesondere bei Inhalten mit erhöhten Anforderungen an Produktschutz und Haltbarkeit. Darüber hinaus kommen solche Verbunde in technischen Folienanwendungen vor, wenn Barrierewirkung mit definierten Verarbeitungseigenschaften kombiniert werden soll. Die konkrete Eignung hängt vom jeweiligen Schichtaufbau und vom vorgesehenen Verarbeitungsprozess ab.
Varianten nach Schichtaufbau und Funktion
Verbundfolien mit PVDC unterscheiden sich vor allem in der Anzahl der Lagen, in der Position der PVDC-Schicht und in den Eigenschaften der übrigen Materialien. Es gibt Aufbauten mit klarer Trennung zwischen Träger-, Sperr- und Siegelschicht sowie Lösungen, bei denen eine PVDC-Beschichtung auf eine Basisschicht aufgebracht wird. Je nach Anwendung stehen Transparenz, Oberflächeneignung für Druck, Durchstossfestigkeit, Gleitverhalten oder Siegeleigenschaften im Vordergrund. Damit ist Verbundfolie keine einzelne Produktform, sondern eine Gruppe von Halbzeugen mit funktional abgestimmtem Aufbau.
Abgrenzung zu Folien innerhalb der Halbzeuge
Innerhalb der Halbzeuge ist Verbundfolie von einfachen Folien abzugrenzen. Während unter Folien auch einlagige oder materialeinheitliche Ausführungen fallen, bezeichnet Verbundfolie gezielt einen verbundenen Mehrlagenaufbau. In der PVDC-Hierarchie handelt es sich damit nicht um den Rohstoff selbst, sondern um ein weiterverarbeitetes Halbzeug mit definierter Funktion im Schichtverbund. Die Abgrenzung ist auch fachlich relevant, weil Eigenschaften wie Barriere, Siegelung oder Bedruckbarkeit bei Verbundfolien aus der Kombination der Lagen entstehen und nicht aus einer einzelnen Folie.