Was unter veredelten Folien verstanden wird
Zu dieser Kategorie zählen Folien, die nach dem Herstellen der Grundfolie weiterbearbeitet werden. Die Veredelung kann die Oberfläche strukturieren, mehrere Schichten kombinieren oder die Folie für Druck, Kennzeichnung, Schutz oder Weiterverarbeitung anpassen. Geprägte Folien sind ein typisches Beispiel, weil die Oberflächenstruktur hier bewusst verändert wird.
Einsatzfelder je nach Oberflächen- und Funktionseigenschaft
Veredelte Folien werden dort eingesetzt, wo eine einfache Standardfolie die Anforderungen nicht vollständig abdeckt. Typische Kontexte sind Verpackungen, Etiketten, dekorative Oberflächen, technische Zwischenlagen oder Schutzfolien. Welche Ausführung geeignet ist, hängt unter anderem von Optik, Haptik, Bedruckbarkeit, Weiterverarbeitung und den Bedingungen im späteren Einsatz ab.
Formen der Veredelung bei Folien
Prägungen erzeugen eine sicht- oder fühlbare Struktur auf der Oberfläche. Beschichtungen können das Verhalten der Folie an der Oberfläche gezielt verändern, etwa für Druck, Schutz oder Verarbeitung. Bei Kaschierungen werden mehrere Lagen verbunden, um Eigenschaften verschiedener Materialien zu kombinieren. Je nach Produkt kommen weitere Bearbeitungsschritte hinzu, solange die Folie durch die Veredelung eine klar definierte Zusatzfunktion erhält.
Abgrenzung zu Cellulose sowie extrudierten und gegossenen Thermoplastfolien
Die Geschwisterkategorien Cellulose, Thermoplasten extrudiert und Thermoplasten gegossen ordnen Folien vor allem nach Werkstoff oder Herstellverfahren ein. Veredelte Folien werden dagegen über den zusätzlichen Bearbeitungsschritt beschrieben. Eine veredelte Folie kann deshalb auf einer Cellulosefolie oder auf einer thermoplastischen Grundfolie basieren. Die Kategorie ergänzt die Materialklassifikation, ersetzt sie aber nicht.