Welche Aufgaben diese Software im Werkzeugbau abdeckt
Typische Anwendungen reichen von der 2D- und 3D-Konstruktion über die Auslegung von Werkzeugkomponenten bis zur Ableitung von Fertigungsunterlagen. Bearbeitet werden dabei unter anderem Bauteilgeometrien, Trennebenen, Einbausituationen, Stücklisten und technische Zeichnungen. Je nach System können auch Daten für nachgelagerte CAM-Prozesse, Änderungsverfolgung oder Freigabestände eingebunden werden. Der Schwerpunkt liegt auf der strukturierten Bearbeitung technischer Konstruktionsdaten, nicht auf der direkten Maschinensteuerung.
Typische Einsatzbereiche in der Kunststoffverarbeitung
Eingesetzt wird solche Software vor allem dort, wo Kunststoffteile entwickelt, angepasst oder werkzeuggerecht umgesetzt werden. Dazu gehören die Konstruktion von Formteilen, die Planung von Spritzgusswerkzeugen, die Überarbeitung bestehender Werkzeugstände sowie die Abstimmung zwischen Entwicklung, Werkzeugbau und Fertigung. Auch bei Variantenmanagement, Änderungsaufträgen und der Dokumentation von Werkzeugkomponenten kommt sie zum Einsatz. Relevant ist sie besonders in Betrieben mit wiederkehrenden Konstruktionsänderungen, komplexen Geometrien oder mehreren beteiligten Fachbereichen.
Softwarearten und funktionale Schwerpunkte
Unter die Leistung fallen unterschiedliche Softwaretypen mit verschiedenen Aufgabenprofilen. CAD-Systeme dienen der geometrischen Konstruktion von Bauteilen und Werkzeugen, CAM-nahe Lösungen der Vorbereitung von Bearbeitungsdaten, während Datenmanagement-Systeme Zeichnungen, Versionen und Freigaben organisieren. Ergänzend können Bibliotheken für Normteile, Funktionen zur Kollisionsprüfung, Schnittstellen zu ERP- oder PPS-Systemen sowie Import- und Exportformate für den Datenaustausch relevant sein. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der Prozesskette zwischen Konstruktion, Werkzeugbau und Fertigung ab.
Abgrenzung zu Steuerungstechnik und anderen Leistungen
Innerhalb der Hierarchie gehört diese Leistung zum Bereich Elektronik, Steuerung und Automatisierung, unterscheidet sich aber klar von hardwarebezogenen Geschwisterleistungen. Im Gegensatz zu Frequenzumrichtern, Elektromotoren, elektronischen Steuergeräten oder automatischen Regelungen handelt es sich nicht um Komponenten für den Maschinenbetrieb, sondern um Engineering-Software für Planung und Konstruktion. Auch von Ausfallschutzeinrichtungen, Kontaktschutzschaltern oder Ausgleichsleitungen grenzt sich die Leistung ab, da hier keine elektrische Schutz- oder Verbindungstechnik gemeint ist. Der Bezug zur Automatisierung besteht über digitale Prozessketten und die technische Vorbereitung von Fertigungsabläufen.