Was unter Kunststoffgranulat verstanden wird
Kunststoffgranulat besteht aus kleinen, dosierbaren Formkörpern aus thermoplastischen Werkstoffen oder daraus hergestellten Mischungen. Es kann als Neuware, Rezyklat oder Compound vorliegen und bereits Farbmittel, Füllstoffe, Verstärkungen oder funktionale Additive enthalten. Die Granulatform erleichtert das Fördern, Mischen und gleichmässige Einbringen in Verarbeitungsmaschinen.
Einsatz in Verarbeitung, Lagerung und Materialfluss
Granulat wird in der Kunststoffverarbeitung typischerweise aus Silos, Säcken oder Behältern bereitgestellt und anschliessend dosiert zur Maschine gefördert. Abhängig vom Material kann vor der Verarbeitung ein Trocknen nötig sein, um Feuchtigkeitseinflüsse zu vermeiden. In vielen Produktionsumgebungen wird das Material zusätzlich gemischt, über Fördergeräte transportiert oder im Prozessumfeld mit Kühlern und weiteren Peripheriegeräten abgestimmt.
Materialvarianten und relevante Eigenschaften
Unterschieden wird unter anderem zwischen Standardpolymeren, technischen Kunststoffen, Compounds, Masterbatch-basierten Mischungen und rezykliertem Granulat. Für die Auswahl relevant sind etwa Feuchteverhalten, Korngrösse, Schüttgewicht, Fliessverhalten sowie thermische und mechanische Eigenschaften des späteren Bauteils. Auch die Homogenität des Granulats und die Konstanz zwischen Lieferchargen beeinflussen die Prozessstabilität.
Abgrenzung zu anderen Materialien und Rohstoffen
Innerhalb der Kategorie Materialien und Rohstoffe bezeichnet Granulat einen polymeren Ausgangsstoff für die Kunststoffverarbeitung. Es ist damit klar von Werkzeugstählen, Sonderstählen oder Einsatzstählen für den Werkzeugbau zu unterscheiden, die für Formen, Werkzeuge und mechanisch belastete Komponenten verwendet werden. Auch Pt.-100 gehört fachlich in einen anderen Bereich, da es sich um ein Messelement für Temperaturerfassung und nicht um einen Kunststoffrohstoff handelt.