Was unter Materialien und Rohstoffe in der Kunststoffbranche fällt
Die Leistung umfasst Materialien, die direkt verarbeitet, weiterveredelt oder für den Bau und Unterhalt von Werkzeugen eingesetzt werden. In der Kunststoffverarbeitung betrifft das vor allem polymerbasierte Rohstoffe wie Granulat sowie metallische Werkstoffe für Formen, Einsätze und funktionsrelevante Bauteile. Je nach Anbieter können auch spezialisierte Materialgruppen mit Bezug zu Temperaturmessung oder verschleissbeanspruchten Anwendungen in dieser Kategorie geführt werden.
Einsatzfelder in Verarbeitung, Formenbau und Betrieb
Kunststoffgranulate werden als Ausgangsmaterial für Verfahren wie Spritzgiessen, Extrusion oder weitere Formgebungsprozesse verwendet. Werkzeugstähle, Sonderstähle und Einsatzstähle kommen dort zum Einsatz, wo Formwerkzeuge, Kavitäten, Kerne oder belastete Komponenten gefertigt und instand gehalten werden. Materialnahe Produkte in dieser Kategorie werden zudem für Ersatzteilkonzepte, Umbauten oder prozessspezifische Anforderungen an Temperatur, Verschleiss oder Oberflächen herangezogen.
Typische Materialgruppen innerhalb dieser Leistung
Zu den Unterleistungen gehören unter anderem Granulat, Werkzeugstähle, Sonderstähle für den Werkzeugbau und Einsatzstähle für den Werkzeugbau. Granulat bezeichnet den polymeren Rohstoff in aufbereiteter Form für die maschinelle Verarbeitung. Werkzeugstähle und Sonderstähle werden nach den Anforderungen des jeweiligen Werkzeugs ausgewählt, etwa hinsichtlich Bearbeitbarkeit, Härtbarkeit oder Beständigkeit im Betrieb. Pt.-100 wird in dieser Hierarchie als eigene Untergruppe geführt und verweist auf material- bzw. anwendungsnahe Komponenten im Umfeld temperaturbezogener Prozesse.
Abgrenzung zu Bauteilen, Hilfsmitteln und Bearbeitungsleistungen
Im Unterschied zu Leistungen wie Düsen für Extruder, Schnecken und Zylinder oder Magnet-Ventile beschreibt diese Kategorie keine funktionsfertigen Komponenten, sondern die zugrunde liegenden Werkstoffe. Von Schmierstoffen, Gleitlacken oder Reinigung, Recycling und Oberflächenauftrag grenzt sie sich dadurch ab, dass nicht Betriebs- oder Behandlungsmedien, sondern Rohmaterialien und Werkstoffgruppen im Vordergrund stehen. Gegenüber 3D-Bearbeitungen, Prototypen oder Werkzeugkonstruktionen handelt es sich nicht um Fertigungs- oder Entwicklungsleistungen, sondern um das Material, aus dem Produkte oder Werkzeuge entstehen.