Was Überwachungsgeräte an Kunststoffwerkzeugen überwachen
Überwacht werden je nach Ausführung elektrische, mechanische oder prozessbezogene Signale. Dazu gehören beispielsweise Schaltzustände, Endlagen, Temperaturverläufe, Drucksignale, Durchflusswerte oder Meldungen aus angebundener Peripherie. Die Geräte vergleichen Ist-Zustände mit vorgegebenen Grenzen und geben bei Abweichungen eine Meldung, ein Sperrsignal oder eine Folgereaktion aus. Damit dienen sie der Zustandsüberwachung von Werkzeugen und deren Umfeld, nicht der eigentlichen Bearbeitung oder Temperierung.
Typische Einsatzbereiche in der Kunststoffverarbeitung
Überwachungsgeräte kommen dort zum Einsatz, wo Werkzeugfunktionen reproduzierbar kontrolliert werden müssen. Das betrifft unter anderem Spritzgiesswerkzeuge mit beweglichen Komponenten, Heisskanal- und Temperierumgebungen, Auswerfer- oder Schieberstellungen sowie die Überwachung von Anschluss- und Versorgungssignalen. Sie werden auch verwendet, um Prozessunterbrüche, Fehlfahrten, unplausible Zustände oder Ausfälle einzelner Werkzeugfunktionen zu erkennen. In automatisierten Abläufen unterstützen sie die Rückmeldung an Maschine, Peripherie oder übergeordnete Steuerungen.
Ausführungen und technische Einbindung
Überwachungsgeräte sind als eigenständige Einheiten oder als integrierte Module innerhalb grösserer Steuerungs- und Überwachungskonzepte verfügbar. Je nach Aufgabe verarbeiten sie einzelne Sensorsignale oder mehrere Kanäle gleichzeitig und dokumentieren Grenzwertverletzungen, Zustandswechsel oder Störmeldungen. Die Einbindung kann direkt am Werkzeug, in der Maschine oder in einem separaten Schaltschrank erfolgen. Relevant sind dabei vor allem die Schnittstellen zu Sensorik, Steuerung und gegebenenfalls zur Datenerfassung.
Abgrenzung zu Innendruck-Messung und verwandtem Werkzeugzubehör
Überwachungsgeräte sind breiter angelegt als die Innendruck-Messung. Während die Innendruck-Messung auf die Erfassung eines spezifischen Prozesswerts im Werkzeuginneren ausgerichtet ist, überwachen Überwachungsgeräte unterschiedliche Zustände und Funktionssignale am Werkzeug und in dessen Peripherie. Von Heizgeräten und Kühlgeräten unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht selbst temperieren, sondern Zustände überwachen. Gegenüber Reinigungsanlagen, Reparaturen oder Werkzeugwechselsystemen gehören sie zum Bereich der Diagnose, Kontrolle und Absicherung des Werkzeugbetriebs.