Was unter Grünfutter in der Geflügelfütterung verstanden wird
Im Bereich Geflügel umfasst Grünfutter frische, nicht getrocknete Pflanzenteile, die direkt vorgelegt oder über Auslauf und Weide aufgenommen werden. Es wird in der Regel nicht als alleiniges Futter eingesetzt, sondern als Bestandteil einer ergänzten Ration. Relevant sind dabei Frische, Sauberkeit, eine passende Pflanzenzusammensetzung und eine Form, die vom jeweiligen Geflügel gut aufgenommen werden kann.
Typische Einsatzsituationen bei Hühnern und anderem Geflügel
Grünfutter wird vor allem in Haltungen genutzt, in denen Tiere Zugang zu Auslauf haben oder frisches Pflanzenmaterial im Stall erhalten. Es kommt bei Legehennen, Junghennen, Mastgeflügel oder Zuchttieren als Ergänzung in Frage, wobei Menge und Darreichung an Alter, Nutzungsrichtung und Haltungssystem angepasst werden. In mobilen Ställen, Freilandhaltungen und kleineren Beständen ist die direkte Verfütterung besonders verbreitet.
Formen, Pflanzenarten und Qualitätskriterien
Grünfutter kann als frisch geschnittenes Material, als Weideaufwuchs oder in gebündelter Form angeboten werden. Verwendet werden je nach Standort und Futterkonzept beispielsweise Gras, Klee, Luzerne oder andere geeignete Blattpflanzen. Entscheidend sind ein hygienischer Zustand, keine Verschmutzung mit Kot oder Erde, keine Verderbnis und eine gleichmässige Vorlage, damit das Material aufgenommen und nicht unnötig vertrampelt wird.
Abgrenzung zu Körnerfutter und Kraftfutter
Innerhalb der Fütterung für Geflügel steht Grünfutter für frisches pflanzliches Ergänzungsfutter. Körnerfutter besteht dagegen aus einzelnen Körnern oder Saaten, während Kraftfutter auf eine konzentrierte Nährstoffversorgung ausgelegt ist. Grünfutter ersetzt diese beiden Futterarten in der Regel nicht, sondern ergänzt sie je nach Betriebskonzept, Tierkategorie und verfügbarem Pflanzenbestand.