Welche Funktion ein Mineralleckstein bei Schafen hat
Ein Mineralleckstein dient der ergänzenden Versorgung mit Natrium und je nach Produkt auch mit weiteren Mineralstoffen und Spurenelementen. Er ersetzt weder Raufutter noch energiereiche Futtermittel, sondern deckt gezielt einen Ergänzungsbedarf ab. Die Aufnahme erfolgt bedarfsorientiert über das Lecken, weshalb Standort, Erreichbarkeit und eine ständige Wasserversorgung mitberücksichtigt werden müssen.
Einsatz in Weidehaltung, Stallhaltung und Übergangsphasen
Minerallecksteine werden in der Schafhaltung sowohl auf der Weide als auch im Stall eingesetzt. Typische Situationen sind extensive Weidesysteme, Fütterungsperioden mit Heu oder Stroh als Hauptkomponenten sowie Phasen mit erhöhtem Anspruch an die Versorgung, etwa bei laktierenden Tieren oder im Herdenmanagement mit wechselnden Futtergrundlagen. Auch bei wechselnden Standorten auf der Alp oder auf Portionsweiden ist eine konstante Mineralergänzung oft einfacher über Lecksteine als über lose Mischungen.
Unterschiede bei Zusammensetzung und Ausführung
Nicht jeder Leckstein ist für Schafe geeignet. Produkte für Schafe sind in der Regel auf die Empfindlichkeit dieser Tierart gegenüber bestimmten Spurenelementen abgestimmt. Zu unterscheiden sind reine Salzlecksteine und Minerallecksteine mit ergänzten Mineralstoffen und Spurenelementen; zudem gibt es wetterfeste Ausführungen für den Aussenbereich. Entscheidend ist weniger die Form als die passend gewählte Zusammensetzung zur vorhandenen Ration.
Abgrenzung zu Gras, Heu, Kraftfutter und Stroh
Innerhalb der Fütterung hat der Mineralleckstein eine andere Aufgabe als die Geschwisterleistungen Gras, Heu, Kraftfutter, Laub und Rinde von Laubgehölzen oder Stroh. Diese Futtermittel liefern vor allem Struktur, Energie oder Beschäftigung, während der Mineralleckstein eine gezielte Mineralergänzung darstellt. Er ist deshalb kein Ersatz für eine ausgewogene Grundration, sondern ein Zusatz zur Futterversorgung von Schafen.